Die Frau ortete ihren Computer mit dem Mobiltelefon und verständigte gegen 18.25 Uhr die Beamten der Polizei Dresden. Demnach befand sich der Rechner nach wie vor im Zug. Dieses Mal auf dem Rückweg nach Cottbus. Die sächsischen Beamten alarmierten die Kollegen in der Lausitz. Am Bahnhof in Cottbus erwarteten Bundespolizisten die Reisenden aus Dresden. Bei den Personenkontrollen fanden sie bei einem 29-Jährigen den unterschlagenen Stoffbeutel mit Computer und Geldbörse. Doch damit nicht genug: Der Mann führte eine 59 Zentimeter lange Machete mit sich. Auf der Klinge der Waffe stand - mit wasserfester Farbe geschrieben - der Schriftzug „Siegfried“. Das Initial hatte jemand mit einer Sigrune, wie man sie etwa im Nationalsozialismus als Schriftsymbole bei der Waffen-SS fand, gezeichnet.

Die Polizisten stellten die unterschlagenen Gegenstände und die Machete sicher und leiteten gegen den deutschen Staatsangehörigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte der 29-Jährige seine Reise fortsetzen. Die weitere Bearbeitung des Sachverhalts hat die Polizei des Landes Sachsens übernommen.