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Bundesforum Mittelstand spricht in Cottbus über neue Investitionen

Rund 100 Gäste waren am Dienstag zum 5. Außenwirtschaftstag nach Cottbus in das Stadthaus gekommen.
Rund 100 Gäste waren am Dienstag zum 5. Außenwirtschaftstag nach Cottbus in das Stadthaus gekommen. FOTO: Rüdiger Hofmann
Cottbus. Rund 100 Gäste sind am Dienstag zum 5. Außenwirtschaftstag nach Cottbus in das Stadthaus gekommen. Geladen hatte das Bundesforum Mittelstand. Im Beisein von Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wurden neue Strategien diskutiert, um Investitionen vor allem in der Lausitz anzukurbeln. Rüdiger Hofmann

"Aus einer regionalen Veranstaltung ist inzwischen ein internationaler Knotenpunkt der Außenwirtschaft geworden", sagte Ludwig Klaus, Vorstandsvorsitzender des Bundesforums Mittelstand, am Rande des Symposiums. Neben dem deutschen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, waren weitere hochrangige Gäste zum Außenwirtschaftstag nach Cottbus in das Stadthaus gekommen, unter anderem die Botschafterin der Republik Nicaragua, der Botschafter aus Panama, Wirtschaftsattachés aus Polen und Russland sowie ein Gesandter der Dominikanischen Republik.

Mehrere Arbeitskreise zu den Ländern Polen, Russland und Zentralamerika wurden im Laufe des Nachmittags gebildet. Oberstes Ziel aller Akteure sei es, Unternehmen noch stärker aufzurufen, in der Lausitz zu investieren. "Wir müssen aber auch neue Staaten attraktiv für Investoren machen", so Thorsten Ladwig, Präsident des Bundesforums Mittelstand. Afrika rückt daher nun verstärkt in das Interesse und soll als neuer Dienstleistungspartner entwickelt werden. Geplant sei ein sogenannter Marshallplan mit und für Afrika. Die vergangenen vier Jahre stand vor allem Zentralamerika im Fokus.

Was Deutschland und die Lausitz dabei so attraktiv für Investoren mache, sei laut Aussagen der Veranstalter der gute Exportanteil an der Weltwirtschaft. "Elf Prozent aller deutschen Unternehmen exportieren, davon sind 97 Prozent kleine, mittelständische Unternehmen, auch aus der Lausitz", sagt Ladwig. "Die gute Außenhandelsbilanz von Deutschland spricht für sich", bestätigt auch Stefan Schmitz, Leiter Außenwirtschaft im Bundesforum Mittelstand. Allerdings seien leichte Rückgänge im Russlandgeschäft zu verzeichnen und abzufedern.

Die ersten Firmen aus der Region können bereits Erfolge auf internationalem Parkett verzeichnen. So wurden in Hotels in Zentralamerika biologische Kläranlagen errichtet. Eine in der Lausitz entwickelte Software für Großküchen hat außerdem dazu beitragen, dass mit Lebensmitteln nicht mehr so verschwenderisch umgegangen wird. Eine Berufsbildungspartnerschaft mit der Dominikanischen Republik sei ins Leben gerufen worden, um Fachkräfte vor Ort auszubilden. Insgesamt konnten rund 100 Gäste weitere Kontakte beim Außenwirtschaftstag knüpfen.