Michael Tietz, Vorsitzender des Bürgervereins, konnte seinen Gästen eine positive Jahresbilanz präsentieren. "Es war ein überraschendes Jahr und ein anstrengendes Jahr, aber es ist auch viel gelungen", so Tietz. Beherrschendes Thema sei auch hier die Ankunft der Asylbewerber gewesen, die in der Flüchtlingsunterkunft in Neu-Schmellwitz Aufnahme gefunden haben. "Es gab viele Ängste", so Tietz, "aber in persönlichen Gesprächen konnten wir diese Ängste beilegen." Die Erfahrungen der letzten Monate hätten gezeigt, dass das Zusammenleben im Stadtteil nahezu reibungslos funktioniere.

"Wir wollen Gesicht zeigen und Toleranz demonstrieren", betont Tietz, der nicht möchte, dass der Begriff "Heimat" im Bürgerverein einen falschen Beigeschmack bekommt.

Gesicht zeigen will der Bürgerverein wie in jedem Jahr am 15. Februar, an dem unter anderem mit einer Mahnwache am Ernst-Mucke-Platz an den Jahrestag der Bombardierung von Cottbus gedacht wird.

2015 war das Schmellwitzer Stadtteilfest erstmals eingebettet in den Tag der offenen Gärten, auch in diesem Jahr sollen beide Ereignisse verknüpft werden.

Zur neuen Tradition soll auch das Herbstfest werden, dass der Bürgerverein im vergangenen Jahr erstmals mit Anwohnern und Unternehmern aus Alt-Schmellwitz auf die Beine gestellt hat. "Wir wollen unsere Fühler von Neu- nach Alt-Schmellwitz ausstrecken und engere Bindungen schaffen", so Michael Tietz. Ein Rundgang mit dem Oberbürgermeister soll zu einem der Höhepunkte 2016 werden.