Die Stadt Cottbus setzt im Mai ihre Bürgerdialoge nach fast zweijähriger Pause fort. Das kündigt Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) an. „Auftakt zu einer neuen Runde unserer Bürgerdialoge wird nach jetziger Planung am 31. Mai im Stadthaus sein.“
Bei dieser Veranstaltung werde bewusst kein Thema aus dem Rathaus vorgegeben. Oberbürgermeister Kelch: „Wir wollen in einem offenen Forum Meinungen austauschen, Stimmungen ausloten, den Gesprächsbedarf für künftige Dialoge erkunden.“

Die Deutsche Bahn wird ihre Pläne im Cottbuser Stadthaus vorstellen

Im Juni solle dann einen Dialog mit dem Schwerpunkt der Vorhaben der Deutschen Bahn für Cottbus stattfinden. Bis dahin werden die Arbeiten an der ersten neuen Halle bereits begonnen haben. Über die Pläne für das Bahnwerk hinaus dürfte die Cottbuser mit Sicherheit auch der Ausbau der Bahnverbindungen interessieren. Im Sommer stehen einige Bauarbeiten auf der Strecke in Richtung Berlin an.
Die jungen Cottbuser sollen im Juni ebenfalls wieder zu Wort kommen. Dabei sollen die Probleme und Wünsche der Kinder und Jugendlichen aus Sandow diskutiert werden. Bei einem ähnlichen Format Ende April hatten sich gut 100 junge Menschen am Skaterplatz in Sachsendorf getroffen. Die Vielfalt der Hinweise hat dabei so manchen Rathausmitarbeiter überrascht. Denn nicht nur neue Schaukeln, ein Trampolin, neue Rampen oder Spielgeräte wünschten sich die Jugendlichen, sondern auch eine bessere Beleuchtung und zusätzliche Mülleimer.

Das Gesprächsformat wird seit dem Jahr 2018 in Cottbus genutzt

Die Stadt Cottbus hatte im Frühjahr 2018 erstmals einen Bürgerdialog als neues Gesprächsforum abgehalten. Die Veranstaltungen zwischen Verwaltung und Bürgerschaft wurden moderiert und halfen den angestauten Frust und Fragen loszuwerden. Erstes Thema damals war der Zuzug von Geflüchteten, die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die es in der Zeit vermehrt gab, die Integration und das Zusammenleben. Seit dem Jahr 2020 pausierte das Format aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie.