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| 12:52 Uhr

Architekturstudenten präsentieren Ideen aus Stegreif-Wettbewerb
BTU-Trojaner in der Ausstellung Bau-Natour auf dem Altmarkt

Studenten des Master-Studiengangs Architektur der Brandenburgischen Technischen Universität  (BTU) Cottbus-Senftenberg im mobilen Showroom der Wanderausstellung „Bau-Natour 2.0“  zum  Bauen mit ökologischen Rohstoffen auf dem Cottbuser Altmarkt bei der Präsentation ihrer Entwürfe zum Stegreif-Wettbewerb  "Trojaner".
Studenten des Master-Studiengangs Architektur der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg im mobilen Showroom der Wanderausstellung „Bau-Natour 2.0“ zum Bauen mit ökologischen Rohstoffen auf dem Cottbuser Altmarkt bei der Präsentation ihrer Entwürfe zum Stegreif-Wettbewerb "Trojaner". FOTO: LR Beate Möschl
Cottbus . Noch bis Sonntagabend ist architektonisch Unterhaltsames erlebbar in der Cottbuser City. Von Beate Möschl

Der heilige Pillendreher und sein  trojanisches  Gefolge haben auf dem Cottbuser Altmarkt Aufstellung genommen im mobilen Ausstellungsraum zum modernen ökologischen Bauen. Das passt gut zusammen. Denn das Bundesprojekt Bau-Natour 2.0 präsentiert mit seinem Massivholz-Container voller Möglichkeiten des Bauens und Gestaltens mit nachwachsenden Rohstoffen ebenfalls eine Art Trojaner.

Das würde Pückler gefallen:  Troja,   Wüstensand  und Pyramiden. Zum Greifen nahe gebracht von Cottbuser Architektur-Studenten. Acht von 20 Wettbewerbsarbeiten zum Thema „Trojaner“ und Bauen mit Holz haben es in die erste Reihe geschafft:  Auf den Cottbuser Altmarkt. Im  guten Salon der Stadt zeigt die Wanderausstellung „Bau-Natour 2.0“  seit Mittwochabend plakativ, wie BTU-Studenten aus aller Herren Länder mit Raumskulpturen Stadt-Landschaften  bereichern  und  zugleich für Aha-Effekte bei  Nutzern  und Betrachtern sorgen würden.

 Die Ideen reichen vom „Heiligen Pillendreher“ – im Alten Ägypten ein Symbol für die Auferstehung und den Kreislauf der Sonne, neuzeitlich interpretiert als platonischer Körper aus Holzprofilen mit bespanntem Stoff, mit einer Sitzlandschaft im Inneren, die erst beim Aufklappen sichtbar wird –  über die „Glass Lagoon“, eine  multifunktionale  „Laterne“,  die als Pool dienen kann, transportabel wie eine Sänfte,  mit geschlossenem Wasserkreislauf und Kühleffekt für Getränke in Flaschenhaltern in den Außenwänden.  Der Entwurf „Sleeping Barrel“ erinnert  an Diogenes im Fass oder an den Spreewald. Einer Reminiszenz an Fürst Pückler und Branitz  gleicht der Entwurf einer  2,50 Meter hohen,  fahrbaren,  begrünten Holz-Pyramide mit Terrassenplätzen. Eine andere Idee mit  Sitz-Traversen  im „Fernrohr“, ist ganz nah dem  trojanischen Pferd nachempfunden, das den im Inneren verborgenen Soldaten Ausblick in verschiedene Richtungen gewährte. Als  temporäres Bauwerk für den Cottbuser Campus umgesetzt, enthielte das „Fernrohr“   alles,  was  für  Projektionen nötig ist.

  „Das sind keine Spinnereien, alles ist baubar. Wir werden es beweisen“, kündigten die BTU-Dozenten   David Moritz und Robert Maziul  am Mittwoch  auf dem Altmarkt an. Soll heißen: Mindestens eins der acht Projekte wird von den Studenten im Eins-zu-Eins-Bauseminar gemeinsam geplant und handwerklich umsetzt. „Vielleicht etwas abgewandelt, so es wie im wahren Leben nach Gewinn eines Wettbewerbs auch oft passiert“, sagt David Moritz.

 Noch bis  Sonntagabend werden  die   Ideen     in der Wanderausstellung  mit präsentiert, täglich von 10 bis 18 Uhr. Dann zieht die Bau-Natour weiter, nach Hessen. Mehr als 500 Cottbuser haben die Ausstellung zum ökologischen Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und den verblüffenden Möglichkeiten der Innenausstattung bereits gesehen. „Mit den Wettbewerbsideen der Architekturstudenten der BTU haben wir nun auch künftige Architekten hier, die es einmal in der Hand haben werden, mit welchen Materialien gebaut wird“, freut sich  Michael Lohr, Projektleiter der Bau-Natour und sagt: „Das passt zur Bau-Natour.  Im Endeffekt ist unsere Ausstellung ja auch ein Trojaner.  Von außen könnte man meinen, es ist ein  gewöhnlicher Container. Stimmt aber nicht. Er ist  zu 90 Prozent aus Massivholz  gebaut. Dadurch haben wir ein fantastisches Raumklima.“