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| 18:40 Uhr

Niedersorbisches Gymnasium
Brot, Salz, Musik, Ministerin

Britta Ernst besucht das Niedersorbische Gymnasium Cottbus. Dabei gab es vom Schulchor Musik und ganz traditionell Brot und Salz.
Britta Ernst besucht das Niedersorbische Gymnasium Cottbus. Dabei gab es vom Schulchor Musik und ganz traditionell Brot und Salz. FOTO: Daniel Schauff / LR
Cottbus. Bildungsministerin Britta Ernst besucht das Niedersorbische Gymnasium. Dabei ging es auch um den Erhalt des Sorbisch/Wendisch-Unterrichts. Von Daniel Schauff

Tanzen, Singen, Brot, Salz – viel freudiger hätte der Empfang der noch frischen brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in Cottbus nicht sein können. Dabei – das hatten das Niedersorbische Gymnasium und die Elterninitiative zum rhalt des Sorbisch/Wendisch-Unterrichts bereits betont – gebe es auch Nöte.E

Mindestschülerzahlen für Sorbischklassen etwa, ebenso notwendige Voraussetzungen für einen Sorbisch/Wendisch-Unterricht ab der ersten Klasse. Immer wieder wird über eine Bedrohung des Unterrichts in Schulen gesprochen – oftmals aufgrund der wenigen Schüler, die die Minderheiten-Sprache noch erlernen wollen. An der Kolumbus-Grundschule und an gleich zwei Schulen in Lübbenau musste der Sorbisch/Wendisch-Unterricht aus ebendiesen Gründen wegfallen.

Kein Wunder also, dass es bei Elterninitiative und Gymnasium Gesprächsbedarf gab. Dazu waren Schulamtsvertreter, Vertreter sorbisch/wendischer Institutionen und des Sorbenrats in die Cottbuser Schule eingeladen. Hinter verschlossenen Türen wollte man sich mit der Ministerin austauschen. Im Fokus der Gespräche waren die Motive für das Erlernen der Minderheitssprache, die aktuellen Lernbedingungen für die Schüler, ihre Zukunftswünsche, darüber hinaus die Konzepte des Niedersorbischen Gymnasiums. Auch Unterrichtsbesuche hatte Britta Ernst auf ihrem Besuchsplan.

Die Gelegenheit, die Bildungsministerin gleich vor Ort in Cottbus zu haben, nahm das Niedersorbische Gymnasium wahr und brachte die nagelneue Erasmus-Plakette am Schulgebäude an. Seit dem aktuellen Schuljahr darf sich die Schule mit dem Titel „Erasmus-Schule“ schmücken – aufgrund einer Parterschaft mit der norwegischen Skedsmo Videregaende Skole Lilleström. Im Mittelpunkt der Partnerschaft, bei der Schüleraustausche die größte Rolle spielen, steht die Auseinandersetzung mit Minderheiten – im Lausitzer Fall mit den Sorben/Wenden, im norwegischen Fall mit den Samen.