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Bronzezimmer wird erweitert

Christoph Malcherowitz und der Historische Verein zu Peitz wollen das Bronzezimmer mit weiteren Ausstellungsstücken attraktiver machen.
Christoph Malcherowitz und der Historische Verein zu Peitz wollen das Bronzezimmer mit weiteren Ausstellungsstücken attraktiver machen. FOTO: jul1
Peitz. Es gibt Kommunen, die haben einen Ortschronisten. In Peitz gibt es einen ganzen Verein, der seit18 Jahren Licht in das Dunkel der Peitzer Geschichte bringt. Marion Hirche / jul1

Das, was die Männer und Frauen beim Durchforsten von Archiven und Materialien entdecken, das machen sie der Öffentlichkeit zugänglich.

Viel Wissenswertes haben die Zuhörer der Vorträge von hauptsächlich Vereinsmitgliedern erfahren. Seit dem Jahr 2000 wurden 70 Vorträge organisiert, mehr als 2000 Zuhörer folgten der Einladung dazu. Auch dieses Jahr werden die Wintermonate wieder mit vier Vorträgen belebt. Der erste am 17. Februar um 19 Uhr im Bedumsaal dreht sich um die Hinterlassenschaften des Weltkrieges. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden über ihre gefährliche Arbeit berichten. "Wir als Bodendenkmalpfleger stoßen bei unseren Erkundungen auch auf Weltkriegsmunition, so wie wir es letztes Jahr erlebt haben. Deshalb wollen wir das Thema mal näher beleuchten", erklärt Christoph Malcherowitz, der Vereinsvorsitzende. Die Vortragsreihe läuft bis April. Parallel dazu bieten die Vereinsmitglieder in Peitz historische Führungen an. In diesem Jahr gab es bereits sieben. Die Altstadtführungen können terminlich vereinbart werden.

Die 74 Mitglieder werden sich dieses Jahr aber auch wieder im Vereinshaus in der Mauerstraße nützlich machen. Im Bronzezimmer soll ein Bronzegussofen aufgestellt werden. Der Verein hat nicht nur einen solchen Ofen nachbauen lassen, sondern es wurden auch Werkzeuge wurden nach historischem Vorbild angefertigt und sollen nun in der Ausstellung gezeigt werden. Wie im vergangenen Jahr werden die Männer und Frauen des Vereins beim Weihnachtsmarkt und beim Festungsspektakel dabei sein. 2016 haben sie im Festungsturm Führungen angeboten und Zinnfiguren gegossen. 2016 war das große Inventarisierungsjahr. Alle Gegenstände, die sich im Vereinshaus befinden, sind inventarisiert worden, mit Größe, Wert, Herkunft und weiteren wichtigen Angaben. Am kommenden Freitag wird Bilanz gezogen bei der Jahreshauptversammlung und dann wird der Blick nach vorn gehen. Baulich werden sich die Geschichtsfreunde um die Sanierung des Dachs ihres Vereinshauses kümmern. Beim Mauerstraßenfest wollen sie wieder mit dabei sein.

Außerdem beginnen schon jetzt die Vorbereitungen für das Jubiläumsreiche Jahr 2018: 1618 brach der 30-jährige Krieg aus, 1758 wurde Peitz erstmals von den Österreichern belagert und 1938 war die Reichspogromnacht. "Wir wollen ein großes Festungsspektakel vorbereiten, bei dem auch Kämpfe nachgestellt werden sollen. Außerdem erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Informationen über Juden in Peitz. Für sie soll es hier bei uns genau wie in anderen Kommunen auch Stolpersteine geben", erklärt Christoph Malcherowitz.

www.historischer-verein-peitz.de