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| 11:47 Uhr

Mehr Löschbrunnen und Schutzstreifen geplant
Brandschutz soll nach Feuer in Lieberoser Heide besser werden

Nach dem verheerenden Brand in der Lieberoser Heide soll jetzt der Brandschutz verbessert werden. Auch, um die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf angrenzende Ortschaften zu reduzieren.
Nach dem verheerenden Brand in der Lieberoser Heide soll jetzt der Brandschutz verbessert werden. Auch, um die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf angrenzende Ortschaften zu reduzieren. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Peitz. Die Lieberoser Heide war jüngst von Großbränden geplagt. Förster wollen daraus lernen und Vorsorge treffen.

Nach dem Großbrand auf rund 80 Hektar eines ehemaligen Truppenübungsplatzes in Südbrandenburg soll sich der Brandschutz verbessern. Die bestehenden Brandschutzstreifen sollen voraussichtlich ausgebaut werden, um umliegende Wälder und Ortschaften zu schützen, wie der Leiter der Landeswaldoberförsterei Peitz, Arne Barkhausen, auf Anfrage mitteilte. Ebenso werde überlegt, Waldwege instand zu setzen und weitere Löschbrunnen zu bauen, um schneller an Brandorte zu gelangen. Die Förster wollen sich dazu mit benachbarten Förstereien, Ämtern und der Feuerwehr abstimmen.

Das Feuer war am Sonntag vor einer Woche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide ausgebrochen. Regenschauer hatten nach zwei Tagen geholfen, die Flammen zu löschen. Zeitweise war in die Überlegungen einbezogen worden, schlimmstenfalls ein nahe gelegenes Dorf mit rund 30 Einwohnern zu räumen. Soweit kam es aber nicht, die Flammen waren weit genug entfernt. Tage davor hatte es bereits an einer anderen Stelle in der Lieberoser Heide gebrannt. Das Feuer war mit rund 400 Hektar noch größer gewesen. Brandenburg ist in diesem Sommer von langen Trockenperioden und Hitze betroffen. Die Waldbrandgefahr ist hoch.

Das Problem bei Bränden in der Lieberoser Heide: Wegen der früheren Militärübungen werden vielerorts noch Munitionsreste im Boden vermutet. Die Flächen dürfen nicht betreten werden. Oftmals können die Flammen nur aus der Luft gelöscht werden oder von beräumten Wegen aus. Die Ursache für die beiden Großbrände ist noch unklar, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Es werde dazu weiterhin ermittelt.

(dpa)