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| 15:20 Uhr

Burg/Spreewald
Brandenburgs erstes Kinderhospiz soll 2020 eröffnen

Ein Teddy sitzt auf einem Bett im Kindertageshospiz „Sonnentag“ in Frankfurt (Oder). Brandenburgs erstes stationäres Kinderhospiz in Burg im Spreewald soll im Frühsommer 2020 seine Türen öffnen.
Ein Teddy sitzt auf einem Bett im Kindertageshospiz „Sonnentag“ in Frankfurt (Oder). Brandenburgs erstes stationäres Kinderhospiz in Burg im Spreewald soll im Frühsommer 2020 seine Türen öffnen. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Burg. In Brandenburg eröffnet ein Kinderhospiz. Anfang November soll der Grundstein für das Haus „Pusteblume“ gelegt werden. Bereits jetzt bekommt die Einrichtung viel Zuspruch.

Für unheilbar kranke Kinder und deren Familien soll es ein Ort der Entlastung werden: Das Kinderhospiz in Burg im Spreewald soll im Frühsommer 2020 öffnen. Am 6. November diesen Jahres soll der Grundstein für die Einrichtung im Landkreis Spree-Neiße gelegt werden, wie der Träger, die Johanniter-Unfall-Hilfe Südbrandenburg, mitteilte.

„Was hier entsteht, ist kein Sterbehaus“, sagte der Projektleiter des neuen Kinderhauses „Pusteblume“, Roland Hauke. „Kinder sollen hier gemeinsam mit ihren Familien eine schöne Zeit verbringen und Kraft für den schweren Alltag sammeln.“

Bis zu vier Wochen können Familien mit Kindern in der neuen Einrichtung bleiben. Sie erhalten dort die notwendige palliative und intensiv-medizinische Versorgung.

Der geplante Dreiseitenhof auf einem 12 000 Quadratmeter großen Grundstück in Ostbrandenburg wird sich in ein Hospiz mit 12 Plätzen für Kinder und ihre Angehörigen und eine Wohngruppe für schwerkranke Kinder und Jugendliche mit acht Plätzen unterteilen - hier geht es vor allem darum, die Zeit zwischen Entlassung aus dem Krankenhaus und ambulanter Pflege zu Hause zu überbrücken. Insgesamt rechnet der Träger mit Investitionen von rund 7,5 Millionen Euro. Über ein Drittel seien bereits durch Spenden und Fördermittel zusammengekommen.

„Es soll für Familien aus Brandenburg ein Ort der Entlastung werden“, sagte Hauke - auch für Eltern und Geschwister der erkrankten Kinder. Derzeit müssten Familien noch nach Berlin oder Leipzig fahren. Dort befinden sich die nächsten Hospize. Da die Plätze gerade in den Ferienzeiten rar sind, fahren die Familien häufig bis zu 800 Kilometer weit, um einige Wochen in einem Hospiz zu verbringen. Deutschlandweit gibt es rund 15 Kinderhospize.

Obwohl die Eröffnung nach derzeitigem Plan im Frühsommer 2020 noch eine Weile hin ist, bekommt das Vorhaben bereits viel Zuspruch. Eine Lehrerin sammle bereits Bücher für die Bibliothek der neuen Einrichtung, erzählte Hauke. Eine weitere Frau aus dem Ort nähe kleine Herzen mit dem Logo des Kinderhauses. Der Erlös fließe in den Bau des Kinderhospizes. Am Samstag (13. Oktober) ist Welthospiztag.

(dpa/bob)