Die Bürgerinitiative Schönes Cottbus, die sich für Veränderungen in der Stadtpromenade einsetzt, hat ihre Unterschriftensammlung abgeschlossen. Von Januar bis Ende August 2019 sind nach Angaben der Initiative insgesamt 5650 Unterschriften zusammengekommen.

Sie alle unterstreichen die Forderung der Bürger, dass nach fast zehn Jahren des Stillstands die Brache hinter dem Einkaufszentrum Blechen Carré, mitten im Stadtzentrum von Cottbus, endlich verschwindet und Alternativen gefunden werden.

Einen dicken Packen mit Unterschriftenlisten übergab in der dritten Septemberwoche 2019 Evelyn Jähnig von der Initiative an Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und Stadtparlamentschef Reinhard Drogla (SPD).

Brache in der Cottbuser Innenstadt: Bürger äußern Wünsche

Die Bürgerinitiative Schönes Cottbus hatte die Unterschriften seit Anfang 2019 gesammelt, um gegen die Brachfläche zu protestieren. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, wie es dort weiter gehen soll“, sagte der Sprecher der Initiative, Harald Müller, bereits im August 2019.

Allerdings sei der Initiative klar, dass die Leute unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft des Geländes hätten.

Manche Einwohner wünschen sich Müller zufolge eine Markthalle. Andere den Wiederaufbau des früheren Eiscafés namens Sternchen. Die Bürgerinitiative werde sich jedoch nicht auf eine bestimmte Variante festlegen.

Stadt Cottbus: Auf die Brache darf ein Einkaufszentrum

Nach Ansicht der Stadtverwaltung lässt der bisherige Bebauungsplan für das Gelände allerdings ausschließlich ein Einkaufszentrum zu.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Schönes Cottbus wundern sich nicht nur Einwohner von Cottbus über die Brache mitten in der Stadt, sondern auch Touristen.

Der Sandower Karl-Heinz Penk hatte bereits Anfang 2019 die Motivation der Unterschriftensammlung für die Verbesserung des Areals an der Stadtpromenade so erklärt: „Wenn man durch die Lindenpforte kommt, ist das ein furchtbarer Anblick. Es muss endlich wieder schön werden.“

Bildergalerie Lichtistallation Sola scriptura „Sola Scriptura“ erstrahlt auf der Blechen-Brache Mit seiner 95 Meter hohen Lichtinstallation „Sola Scriptura“ auf der Brachfläche in der Cottbuser Stadtpromenade begeisterte der Cottbuser Lichtkünstler Jörn Hanitzsch am Samstagabend, der zugleich ein langer Einkaufssamstag im Carl-Blechen-Carré war, mehr als 1 000 Besucher. Dazu hatte er 4 500 Meter Lichtkabel von einem Kran aus verlegt, so dass die einzelnen Lichtfäden mit einsetzender Dunkelheit bei unterschiedlicher Taktung immer wieder neue Lichträume ergaben. Bis nach Mitternacht erstrahlte die nach Angaben des Künstlers höchste freischwebende Lichtinstallation Europas, die damit doppelt so hoch wie das höchste Haus in Cottbus war, zu den Klängen des Saxophonisten Lutz Spinde und Musik aus der Konserve in den Abendhimmel. Auf der Bühne des 94.3 rs2-Trucks waren Superintendentin Ulrike Menzel und Jörn Hanitzsch zuvor über den Thesenanschlag Martin Luthers, den der Lichtkünstler mit seiner Installation thematisiert hatte, ins Gespräch gekommen. Am Ende war Jörg Hanitzsch selbst von der perfekten Umsetzung seiner Idee begeistert. „Es hat sehr gut funktioniert, und es ist schön, dass wir mit unserer Installation zeigen konnten, wie in unserer Stadt neue Bildmarken gesetzt werden können“, erklärte der Lichtkünstler strahlend.

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