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| 02:34 Uhr

Brache am Cottbuser Schlossberg wird bebaut

Geplante Bebauung am Schlossberg
Geplante Bebauung am Schlossberg FOTO: Isahr Immobilien
Cottbus. Lange Zeit wurde die Brache am Fuße des Schlossbergs als wilder Parkplatz genutzt. In diesem Jahr soll nun mit der Wiederbebauung des Areals an der Sandower Straße begonnen werden. Die Fassadenansicht der neuen Gebäude soll dem historischen Standort gerecht werden. Nicole Nocon

Mit dem Parken am Fuße des Schlossberges ist es vorbei. Denn in der zweiten Jahreshälfte soll an der Sandower Straße mit der Neubebauung des seit Langem brachliegenden Areals begonnen werden. Ein Zaun steht schon. Zwischen dem denkmalgeschützten Haus Sandower Straße Nummer 42 und dem Weberturm soll eine Zeile von Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Büros und Läden entstehen.

Bei der Planung der Gebäude hatten die Architekten nicht freie Hand. Denn die Stadt hat für die Grundstücke, die im alten Siedlungskerngebiet von Cottbus liegen, einen Bebauungsplan aufgestellt. Und der Denkmalbeirat der Stadt hat eine Handlungsempfehlung formuliert, damit die zukünftige Bebauung dem historischen Standort gerecht wird.

Die Gegend rund um den Schlossberg gehört zu den ältesten Siedlungsteilen der Stadt Cottbus. Bis zum Zweiten Weltkrieg war auch die jetzige Brache sehr kleinteilig bebaut. Dort hatten sich Handwerker und Gewerbetreibende angesiedelt. Nach 1900 entstanden dort auch Wohnungen. Weil nach dem Krieg viele der Gebäude zerstört waren, wurde der Abriss beschlossen", weiß Steffen Raum von Isahr Immobilien, über den die Vermarktung der neuen Häuser und Wohnungen läuft. Entstehen sollen voraussichtlich 24 Wohneinheiten: Stadthäuser und Wohnungen. Auf der westlichen Seite wird nicht direkt an die Hausnummer 42 angebaut. Geplant ist dort eine bauliche Lücke. Es soll einen Fußgängerbereich geben. Passanten sollen dort einen freien Blick auf den leicht ansteigenden Schlossberg haben.

"Die Neubebauung findet straßenbegleitend entlang der Sandower Straße statt und wird sich an der im Umfeld vorhandenen, altstadttypischen Fassadengliederung orientieren. Damit entsteht ein ähnliches Straßenbild, wie wir es bei den gegenüberliegenden Häusern oder beispielweise im Bereich des nahen Altmarktes vorfinden", kündigt Steffen Raum an. Das vom Investor Extra.Drei beauftragte Planungsbüro habe sich bemüht, sich an den von der Cottbuser Städteplanung gesteckten Rahmen zu halten. "Die bisherigen Abstimmungen verliefen positiv", bestätigt Egbert Thiele vom Fachbereich Stadtentwicklung. Bislang liege aber noch kein Bauantrag vor. Steffen Raum erklärt: "Den einzelnen Bauherren wird trotz der städtebaulichen Vorgaben noch ein individueller Gestaltungsspielraum gelassen. Hinter den an den historischen Bestand angelehnten Fassaden werden sich Wohnungen nach dem modernsten Standard verbergen. Und von den Balkonen auf der Rückseite der Gebäude haben die zukünftigen Bewohner einen wunderbaren Blick auf den Schlossberg." Offiziell vorgestellt wurde das Vorhaben erstmals auf der Cottbuser Handwerkermesse Ende Januar. "Es gibt viele Interessenten und wir konnten schon erste Reservierungen vornehmen", sagt der Makler.