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Bolzplatz am Brunschwigpark wird aufgebaut

Die Stadt baut den Bolzplatz am Brunschwigpark wieder auf. Bei der Gelegenheit werden einzelne Teile erneuert.
Die Stadt baut den Bolzplatz am Brunschwigpark wieder auf. Bei der Gelegenheit werden einzelne Teile erneuert. FOTO: H. Grogorick
Cottbus. Der Bolzplatz am Brunschwigpark wird dieser Tage wieder aufgebaut. Bei der Gelegenheit lässt die Stadt einzelne Teile erneuern. Peggy Kompalla

Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Demnach belaufen sich die Gesamtkosten - inklusive des unabgestimmten Abbaus im vergangenen Jahr - auf rund 14 000 Euro. Die Spielstätte soll in der nächsten Woche wieder freigegeben werden. Damit naht das Ende eines seit September 2016 schwelenden Streits.

Der Bolzplatz war damals ohne Rücksprache mit dem Bürgerverein Ströbitz oder den Stadtverordneten teilweise abgebaut worden. Der Grund: massive Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigungen. Die Spielstätte am Brunschwigpark existiert bereits seit dem Jahr 1997. In den vergangenen Jahren sind allerdings mehrere Wohnhäuser direkt an den Bolzplatz herangerückt.

Der Abbau zog wiederum massive Proteste nach sich, sodass die Arbeiten mittendrin abgebrochen wurden. Sowohl die Fachbereichsleiterin als auch die Baudezernentin entschuldigten sich für das Vorgehen, das mit einer "missverständlichen Kommunikation im Fachbereich" begründet wurde. In der Folge fühlte sich die Stadt bemüßigt, es möglichst allen recht zu machen - den Jugendlichen und den Anwohnern. Es wurden aufwendige Lärmmessungen und Materialtests veranlasst und verschiedene Umbau-Varianten vorgelegt - mit Kosten zwischen 5000 und 80 000 Euro. Allerdings sahen alle zusätzlich jährliche Ausgaben von 8000 Euro für einen Wachschutz vor, der den Bolzplatz entsprechend der erlaubten Nutzungszeiten auf- und zuschließt.

Angesichts dieser teuren Vorschläge empfahl der Wirtschafts- und Bauausschuss, dass der Bolzplatz genauso wieder aufgebaut wird, wie er seit 20 Jahren existiert - ohne verschließbares Tor und Wachdienst. Aus Sicht der Abgeordneten hat die Spielstätte Bestandsschutz. In Paragraf drei der Stadtordnung steht: "Soweit nicht durch Schilder anders geregelt, ist der Aufenthalt auf den Kinderspiel-, Bolz- und Skaterplätzen nur tagsüber bis zum Einbruch der Dunkelheit, längstens jedoch bis 22 Uhr, erlaubt."