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| 02:34 Uhr

Bluttat in Neuss bewegt Mitarbeiter der Cottbuser Arbeitsagentur

Cottbus. In der Cottbuser Agentur für Arbeit hat die schreckliche Bluttat am Mittwoch im Jobcenter im rheinischen Neuss Betroffenheit ausgelöst. "Wir wurden zeitnah über den Fall informiert", sagt Bianka Kunze, Sprecherin der Cottbuser Agentur. ani

Ein Langzeitarbeitsloser hatte eine Mitarbeiterin des Neusser Jobcenters mit dem Messer so schwer verletzt, dass sie wenig später starb.

"Es kommt manchmal vor, dass Kunden aufgebracht sind, aber eskaliert ist es noch nie. In all den Jahren, in denen ich hier bin, mussten wir vielleicht in eins, zwei Fällen die Polizei einschalten", erinnert sich Bianka Kunze. Es komme auch vor, dass Kunden ihre Fallberater wechseln, weil sie nicht miteinander klarkommen. Aber das sei menschlich, und bisher wurde immer eine Lösung gefunden. "Seit Jahren werden Deeskalationskurse für unsere Mitarbeiter angeboten", erklärt die Sprecherin. Und sie wolle die Kunden der Cottbuser Arbeitsagentur auf keinen Fall kriminalisieren, die seien nämlich größtenteils sehr friedliche Menschen. In den Teambesprechungen der nächsten Tage soll den Kollegen die Möglichkeit gegeben werden, über den Fall in Neuss zu reden und Fragen zu stellen.

Währenddessen läuft bundesweit eine Debatte um die Sicherheit in den Jobcentern und Arbeitsagenturen. Die Sicherheitsmaßnahmen sollen auf den Prüfstand kommen, heißt es aus der Regionaldirektion der Bundesagentur in Düsseldorf. "Wir haben hier im Haus bereits Schutzmechanismen, mit denen die Mitarbeiter schnell Hilfe rufen können", sagt Bianka Kunze.