Der Grundriss ist nierenförmig. Ein breiter Gang führt die künftigen Kunden durch das Erdgeschoss des neuen Baukörpers in einem Halbbogen direkt auf die Wohnscheibe zu. „Wir haben die pavillonähnliche Struktur beibehalten“ , erläutert Architekt Tobias Keßler vom Cottbuser Architekturbüro Hampel, Kotzur und Kollegen die Idee. „Der zweite Bauabschnitt verbindet das Einkaufszentrum, das Ende September eröffnet, mit dem Platz Am Stadtbrunnen und der Stadthalle architektonisch und funktional.“ Das Erdgeschoss: Mitten im Erdgeschoss des Neubaus hat das Büro eine Fläche vorgesehen, die vom Obergeschoss überdacht sein wird und die gastronomisch oder für Veranstaltungen genutzt werden könnte. „Vielleicht passen dort auch Kunstwerke oder die alte Standuhr hin, die früher auf dem Gelände gestanden haben“ , sagt Architekt André Noack. Im Gebäude sollen ein Café und ein Restaurant mit Terrassenbewirtschaftung unterkommen, damit auch nach Geschäftsschluss das Areal belebt ist. Der äußere Baukörper und die Lage : Den neuen Baukörper hat das Architekturbüro mitten zwischen Wohnscheibe und Platz Am Stadtbrunnen platziert. Er ist von allen Seiten umgehbar, soll zwei Haupteingänge haben und kommt ohne Vor- oder Rückseite aus. In die Front im Erdgeschoss sollen bei Bedarf separate zusätzliche Geschäftseingänge oder Schaufenster integriert werden können, so Noack. Wer durch den Durchbruch von der Sprem zum Platz Am Stadtbrunnen spaziert, hat einen freien Blick auf die Wohnscheibe. Die Passage: Der Weg zwischen den Geschäften in der Wohnscheibe und denen im Neubau soll mit einem Dach versehen werden. Geplant ist eine leichte Konstruktion. Durch große Dacheinschnitte soll genug Sonnenlicht ins Parterre fallen. „Das Wechselspiel zwischen natürlichem Licht und Schatten und dem künstlichen der Geschäfte wird sehr reizvoll sein“ , sagt Keßler. Das Obergeschoss: Damit auch die Mieter der unteren Etagen nicht im Dunkeln stehen, sei das Obergeschoss des geplanten Neubaus weiter als das Erdgeschoss von der Wohnscheibe abgerückt worden, erklärt Architekt André Noack. „Dadurch werden die WMieter auf Terrassen schauen, die begrünt werden sollen.“ Das Obergeschoss werde wie ein schwebendes Dach das Erdgeschoss umspannen. Die Fläche: Insgesamt sind laut Noack 4500 Qua dratmeter Verkaufsfläche in dem Neubau vorgesehen. Hinzu kämen die Keller der auf dem Bauplatz jetzt noch stehenden Gebäude, die für technische Versorgungsanlagen, Toiletten, Lager- und Dienstleistungsräume, Teeküchen oder Werkstätten genutzt werden könnten. „Detailplanungen gibt es dazu noch nicht. Das wird sich erst aus dem Gesamtkonzept ergeben.“ Investitionsvolumen: Das Grundstück gehört der EKZ Stadtpromenade GmbH. 15 bis 20 Millionen Euro sollen nach früheren Angaben des Bauträgers Gepro Bau mbH investiert werden. Der Ausblick: Die Stadtverordneten müssen einer Bebauungsplanänderung, die für die Umsetzung dieses Entwurfes erforderlich ist, noch zustimmen. Architekt Noack rechnet damit, dass sich die Stadtverordneten frühestens im November damit auseinandersetzen werden. Baustart wäre dann frühestens im Frühjahr 2009. Architekt Noack: „Wir haben von Anwohnern viele positive Rückmeldungen erhalten. Vielleicht steht dieser Neubau ja in 50 Jahren selbst unter Denkmalschutz, sodass er restauriert wird.“