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| 16:09 Uhr

Kultur im Spree-Neiße-Kreis
Bilder durchdringen viele Ebenen

 Am Sonnabend wurde auf dem Steinitzhof im Drebkauer Stadtteil Steinitz eine Ausstellung mit Bildern von Gregor Roman Suckert eröffnet. Der querschnittsgelähmte Künstler freute sich über die hohe Zahl der Besucher.
Am Sonnabend wurde auf dem Steinitzhof im Drebkauer Stadtteil Steinitz eine Ausstellung mit Bildern von Gregor Roman Suckert eröffnet. Der querschnittsgelähmte Künstler freute sich über die hohe Zahl der Besucher. FOTO: Marion Hirche
Steinitz . Ausstellung mit Bildern von Gregor Roman Suckert eröffnet auf dem Steinitzhof.

Auf dem Steinitzhof ist jetzt im Haus B eine neue Kunstausstellung eröffnet worden. Der querschnittsgelähmte Gregor Roman Suckert stellt seine neuen Bilder aus, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Zur Premiere der Kunstschau wurden die zahlreichen Gäste vom Drebkauer Bürgermeister Paul Köhne und von der Mutter des Künstlers Sylvia Monsport begrüßt. Gregor Roman Suckert stand für Gespräche zur Verfügung. „Ich bin sehr froh, dass ich meine Arbeiten hier zeigen kann. Das ist eine besondere Ehre für mich. Ich bin sehr dankbar, dass mir so viele beim Aufbau geholfen haben und dass ich diesen Raum hier, der auch für Rollstuhlfahrer gut begehbar ist, nutzen kann“, betonte der 47-jährige Kunstschaffende.

Unter der Überschrift „Wenn Du alle Zeit der Welt hast, hast Du keine Zeit zu verschenken“ sind 32 Werke von Gergor Roman Suckert zu sehen. Die meisten Exponate verraten die Liebe des Künstlers zum Thema „Comic“. Kein Bild beinhaltet nur eine Aussage. Die Botschaften, die vermittelt werden sollen, liegen im Auge des Betrachters. Da gibt es ein Gebäude mit mehreren Ausgängen, der Bach fließt auf ein Kreuz zu, das Maria-Porträt hat kein Gesicht, das Haus mit märchenhafter Schönheit davor steht auf Hühnerbeinen.

Die Premierengäste betrachteten die Bilder und suchten nach ihren eigenen Interpretationen, so wie es sich der Künstler wünscht. Ursula Michel aus Cottbus sagte: „Ich kenne Gregor schon aus Kindertagen. Schon damals hat er gemalt.“

Der Künstler erklärte: „Ich habe viele Bilder mit Mischtechniken angefertigt. Es sind Aquarellarbeiten dabei, ich habe aber auch Pinsel, Buntstift, Fineliner genutzt.“

Auch bei der Eröffnung war er entsprechend vorbereitet. Vor ihm lag immer der kleine in braunes Fell eingeschlagene Malblock. Ein Wiedersehen gab es an diesem Tag auch mit seinem Freund von früher, Markus Schwalm: „Wir waren befreundet, als Gregor aus Cottbus weggezogen ist, haben wir uns etwas aus Den Augen verloren, aber jetzt haben wir wieder zueinander gefunden. Es ist schon beeindruckend, wie viel Symbolik in seinen Bildern steckt.“

Bürgermeister Paul Köhne stellte fest: „Die Entwicklung des Künstlers ist hier gut nachvollziehbar. Schon seine Ausstellung im letzten Jahr war sehr schön.“

Gregor Roman Suckert hatte seine ersten künstlerischen Schritte im Pionierhaus in Cottbus unternommen. Im Malzirkel bei Wilfried Warnatz lernte er die Grundlagen kennen. In den 80er Jahren wandte sich der Autodidakt dem Comic zu. Das Jahr 2014 wurde für den gelernten Koch zum Schicksalsjahr. Der Vater eines Sohnes erlitt einen schweren Verkehrsunfall, war danach querschnittsgelähmt. In der Rehazeit in Kreischa kam er wieder intensiver mit seinem Hobby, dem Malen, in Berührung. Seitdem nutzt er Pinsel und Stift, um seinen Schicksalstag und weitere Erlebnisse zu verarbeiten.

Die Ausstellung kann außer montags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Ab Mittag bis 18 Uhr ist auch die Gastronomie auf dem Steinitzhof geöffnet.

 Am Sonnabend wurde auf dem Steinitzhof im Drebkauer Stadtteil Steinitz eine Ausstellung mit Bildern von Gregor Roman Suckert eröffnet. Der querschnittsgelähmte Künstler freute sich über die hohe Zahl der Besucher.
Am Sonnabend wurde auf dem Steinitzhof im Drebkauer Stadtteil Steinitz eine Ausstellung mit Bildern von Gregor Roman Suckert eröffnet. Der querschnittsgelähmte Künstler freute sich über die hohe Zahl der Besucher. FOTO: Marion Hirche