| 19:46 Uhr

Cottbus
Silvesternacht hat Spuren in der Stadt hinterlassen

Vandalismus durch Feuerwerkskörper. Ein Wartehäuschen an der Haltestelle „Stadthalle“ wurde durch Silvesterknaller beschädigt.
Vandalismus durch Feuerwerkskörper. Ein Wartehäuschen an der Haltestelle „Stadthalle“ wurde durch Silvesterknaller beschädigt. FOTO: Cottbusverkehr GmbH
Cottbus. Polizei, CTK, Cottbusverkehr und Alba ziehen Bilanz und müssen teils Müll und Schäden beseitigen. Von Stephan Meyer

„Bisher sind wir recht zufrieden mit dem Verlauf der Silvesternacht“, teilt Polizeisprecher Maik Kettlitz mit. Zwar musste die Polizei eine Menge Sachbeschädgigungen feststellen, die Anzahl an Verletzten sei jedoch gering gewesen. Vor allem Briefkästen und Telefonanlagen seien beschädigt worden. Bei vereinzelten Feierlichkeiten kam es, laut der Polizei, zu Streitigkeiten um Pyrotechnik, die jedoch selten in Körperverletzungen mündeten. Die Zusammenarbeit der Polizeikräfte habe gut funktioniert.

Die Silvesternacht im Carl-Thiem-Klinikum (CTK) war, Pressesprecherin Susann Winter zufolge, unspektakulär. Obwohl die Notaufnahme viel zu tun gehabt habe, sei das Patientenaufkommen ähnlich hoch, wie im Vorjahr gewesen. Die Mehrzahl der Patienten sei wegen Alkoholvergiftungen behandelt worden. Körper- und Brandverletzungen wären hingegen selten gewesen. Viele Patienten konnten noch in der Nacht das CTK wieder verlassen.

An sieben Haltestellen wurden von Freitag bis zum Neujahrsmorgen Scheiben beschädigt. Das teilt Christin Heldt, Pressesprecherin der Cottbusverkehr GmbH, mit. Die genaue Schadenssumme ist noch unbekannt. Der Vandalismus habe jedoch im Vergleich zu Silvester 2016 abgenommen.

2,2 Tonnen Abfall sammelten die Fahrzeuge von Alba im Stadtzentrum Neujahr ein, wie Alba-Logistik-Chef Mike Meschzan berichtet. Zwar sei das eine beachtliche Menge Müll, diese sei jedoch gegenüber den Vorjahren gleichbleibend. Die übrigen Stadtteile würden im Laufe der Woche gereinigt.

Die Silvesterknallerei hat nicht nur das Müllaufkommen erhöht, sondern auch die Feinstaubwerte. Demnach hat es einen gehörigen Sprung bei dem Messwert PM10 an der Messstation an der Bahnhofstraße gegeben. Der maximale Einstundenmittelwert verdoppelte sich vom 30. auf den 31. Dezember von elf auf 22 Mikrogramm je Kubikmeter. In der ersten Stunde des Neujahrstags schnellte der maximale Einstundenmittelwert sogar auf 174 Mikrogramm je Kubikmeter. Die Daten werden vom Land Brandenburg aufgezeichnet.

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