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| 13:39 Uhr

Polizei warnt erneut vor dubiosen Gewinnversprechen und Enkeltrick
Betrüger zockten Cottbuser Senior ab

Cottbus. Sowohl in Cottbus als auch in Dahme-Spreewald waren wieder Betrüger aktiv, die vor allem alte Leute im Visier haben. In einem Fall waren sie erfolgreich, das Opfer verloren fast 1000 Euro.

In Cottbus ist ein 73-jähriger Mann auf Betrüger hereingefallen und hat dabei viel Geld verloren. Wie die Polizei am Freitag weiter informierte, wurde der Mann mit einer Gewinnsumme von 92 500 Euro gelockt. Nachdem er am Mittwoch einen Anruf aus Berlin erhalten habe, in dem er von seinem unerwarteten Gewinn erfuhr, sei er bereit gewesen, eine Sicherheitsleistung zu zahlen. Er habe entsprechend der Anweisung Guthabenkarten im Wert von 920 Euro gekauft und deren Codenummern übermittelt. Laut Polizei habe er diese erst informiert, als dann noch weitere Forderungen.

In diesem Zusammenhang warnte die Polizei erneut vor zwielichtigen Anrufen mit dubiosen Gewinnversprechen. Lassen Sie sich nicht durch Gerede beeindrucken oder verwirren, warnt das Präsidium des Landes Brandenburg. „Im Zweifelsfall informieren sie die Polizei“ – was der 73-jährige tat, aber leider auch zu spät.

Ein anderer Fall von Betrug geschah im Landkreis Dahme-Spreewald, genauere Ortsangaben wollte die Polizei nicht machen. Demnach wäre am Donnerstag eine Rentnerin fast Enkeltrickbetrügern aufgesessen. Die 79-Jährige habe einen Anruf von ihrem angeblichen Enkel erhalten. Der Betrüger habe sehr überzeugend geschildert, dass er dringend Geld benötigt. Laut Polizei fuhr die besorgte Oma daraufhin umgehend zur Bank und hob die geforderte Summe in Höhe von etlichen Tausend Euro von ihrem Konto ab. Anschließend habe sie sich zum ausgemachten Übergabeort begeben, an dem aber niemand erschien. Daraufhin habe sie endlich ihren richtigen Enkel an gerufen – der natürlich nichts von den Geschehnissen wusste und deshalb die Polizei informierte.

Auch hier gibt die Polizei noch einmal Hinweise, wie sich solch ein Betrug vermeiden lässt:

- Angebliche „Enkel“ (Nichten, Neffen) rufen immer wieder bei älteren Bürgern an und schildern ausgedachte Notlagen (Autounfälle, Geldnot wegen Haus- oder Wohnungskauf, hohe Arzt- oder Anwaltskosten usw.).

- Sie bitten darum, in diesen schlimmen Situationen zu helfen. Dabei handelt es sich immer um finanzielle Unterstützungen in Höhe von mehreren Tausend Euro. Meist wird zuerst gefragt, ob die Bargeldsumme auch sofort zur Verfügung steht. Wenn das nicht der Fall ist, sollen die älteren Mitbürger überredet werden, zur Bank zu gehen und das Geld vom Konto oder vom Sparbuch abzuheben. Dann wird erklärt, dass man persönlich nicht in der Lage ist, selbst vorbeizukommen, um das Geld abzuholen und deshalb einen guten Freund oder Bekannten schicken wird, der das Geld in Empfang nimmt.

- Nennen Sie keine Namen Ihrer wirklichen Enkel/ Verwandten. Geben Sie keine Auskünfte über Ihre Ersparnisse. Heben Sie aus diesem Anlass kein Geld von Ihrem Konto oder Sparbuch ab. Bestehen Sie auf einer persönlichen Kontaktaufnahme. Informieren Sie sich über die wirkliche Notlage eines Enkels/ Verwandten bei Ihren Kindern oder in der Verwandtschaft.

- Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen. Informieren Sie umgehend die Polizei unter Notruf 110. Bewahren Sie keine großen Geldbeträge zu Hause auf.

(bl)