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Polizei ermittelt
Betonteile auf Schienen – Notbremsung in Cottbus

Die Polizei sucht nach den unbekannten Tätern.
Die Polizei sucht nach den unbekannten Tätern. FOTO: Frank Hilbert
Cottbus. Wegen Betonteile auf den Gleisen hat am Mittwochabend eine Regionalbahn bei Cottbus-Sandow eine Gefahrenbremsung hinlegen müssen. Mehrere Züge hatten daraufhin Verspätungen. Die Polizei ermittelt. Von Bodo Baumert

Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 18.45 Uhr in Höhe der Ortslage Cottbus-Sandow. Unbekannten hatten den Angaben zufolge vier Betonteile auf die Gleise der Bahnstrecke von Frankfurt/Oder nach Cottbus gelegt. vermutlich handelte es sich um Abdeckplatten naher Kabelschächte. „Eine Regionalbahn überfuhr gegen 19 Uhr das Hindernis, weshalb derTriebfahrzeugführer eine Gefahrenbremsung bis zum Stillstand einleiten musste“, informiert die Bundespolizeidirektion. Fünf Züge hätten daraufhin insgesamt 49 Minuten Verspätung gehabt.

Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. und warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor dem unbefugten Betreten von Bahnanlagen. Beim Überfahren solcher Hindernisse könnte es zu Entgleisungen kommen, umherfliegende Kleinteile können sich zu gefährlichen Geschossen entwickeln. „Die Täter gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere unbeteiligte Personen“, warnt Pressesprecher Jens Schobranski auf Nachfrage. Oft seien es Kinder oder Jugendliche, die sich unbefugt auf den Gleisen aufhielten und ausprobieren wollten, was passiert. Dabei sei es in der Vergangenheit allerdings schon zu schweren Verletzungen zu kommen. Schobranski appelliert deshalb auch an die Eltern, hinzuschauen und nachzufragen, wo sich ihre Kinder rumtreiben. Die Bahnpolizei sei zwar auch mit Streifen, in Uniform und zivil, an den Gleisen unterwegs, könne aber nicht überall sein.