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| 02:33 Uhr

Besucherinteresse auf Rekordniveau

Patric Stabrowski aus Stremm bei Beeskow probiert sich an einem Schweißsimulator der Handwerkskammer Cottbus aus.
Patric Stabrowski aus Stremm bei Beeskow probiert sich an einem Schweißsimulator der Handwerkskammer Cottbus aus. FOTO: Helbig
Cottbus. Brandenburgs größte Bildungs- und Jobmesse Impuls hat den Besucherrekord vom Vorjahr wiederholen können. Mehr als 7000 Menschen aus Südbrandenburg und Nordsachsen haben sich bis Samstagabend in der Cottbuser Messe über Ausbildungs- und Jobangebote informiert. Das erklärt Viola Beyer-Hoppe, Geschäftsführerin der Agentur pe+a. Margarethe Köhler

Viele überwiegend junge Menschen tummelten sich vor allem am ersten Ausstellungstag vor und in den Messehallen. Mancher, der am Freitag mit der Schulklasse vor Ort war, ist am Samstag mit Freunden oder Eltern wiedergekommen. Hinzu kamen laut Viola Beyer-Hoppe am zweiten Messetag zahlreiche ältere Besucher auf der Suche nach einer Weiterbildung oder Umschulung.

In der Messe Cottbus freuten sich die Unternehmen schon auf Besucher und sprachen sie auch oftmals direkt an. Viele Aussteller hatten zudem spannende Mitmach-Aktionen im Angebot wie zum Beispiel das Zersägen eines Holzstücks oder Erste-Hilfe-Übungen. 221 Aussteller aus der Region zwischen Berlin und Dresden, darunter große Unternehmen wie SAP oder Infineon Dresden, offerierten ihre Job- und Bildungsangebote.

"Samstag war der besucherstärkste Tag", stellte Viola Beyer-Hoppe fest. Der Freitag sei jedoch nicht weniger wichtig gewesen. "Mit den Schulklassen sind viele Mädchen und Jungen zu uns gekommen, die wir sonst nicht erreicht hätten", so die pe+a-Geschäftsführerin. Dass Ausbildungsberufe im Vergleich zu Studienangeboten stärker ins Blickfeld gerückt wurden, sieht die Agenturchefin als Antwort auf wachsenden Bedarf an Nachwuchs in diesem Bereich.

Das große Besucherinteresse dürfte jedoch nicht nur an den 30 Betrieben, die ihre Offerten erstmals präsentierten, gelegen haben, sondern auch an den zusätzlichen Studienangeboten.

Dafür jedenfalls gab es Lob aus Sachsen von Sandra Dallmann und Conny Berger an die Fachhochschule Dresden. Ein vergrößertes Angebot an Fachhochschulen und Universitäten hat viele Abiturienten angesprochen und somit eine große Abwechslung zum bisherigen Angebot der Impuls-Messe geboten. Studieninteressierte hatten die Möglichkeit, sich über rund 350 Studienrichtungen zu informieren. Darunter waren auch viele duale Studiengänge.

Thorsten Scharf von der Agentur Duales Studium Brandenburg stellte beispielsweise den noch jungen Studiengang "Öffentliche Verwaltung Brandenburg" vor und hoffte auf Interessenten für den Sieben-Semester-Bachelor. Die Neuheit des Studiengangs sei ein entscheidender Grund dafür, dass er das erste Mal auf der Impuls-Messe dabei war.

Doch nicht nur Aussteller, auch viele Besucher outeten sich als Neulinge auf der Ausbildungsmesse in Cottbus, so auch Antonio Folgosa. Der 17-Jährige vom Oberstufenzentrum II in Sachsendorf fand die Aussteller "relativ gut". Seine Erwartungen hätten sich jedenfalls erfüllt. Antonio konnte sich jedenfalls gezielt informieren, denn sein Berufswunsch steht schon fast fest. Der 17-Jährige möchte am liebsten Maler und Lackierer werden. Richtig entscheiden muss er sich erst im nächsten Jahr, denn sein Abitur möchte er im Jahr 2018 ablegen.

Bereits in wenigen Wochen stehen bei Robert Hannaske die Prüfungen an. Er ist mit seiner Mutter Kerstin Hannaske aus Trebendorf bei Forst zur Ausbildungsmesse gekommen. Robert hat seit dem letzten Jahr schon zwei Favoriten unter den Ausbildungsberufen: Mechatroniker oder Forstwirt.

Zum Messeangebot sagt der Schüler des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Forst: "Gefühlt ist es so wie 2016. Das ist aber in Ordnung, denn auch da war die Auswahl schon gut." Roberts Mutter hat aber noch einen Verbesserungsvorschlag für nächstes Jahr. Sie fände es super, wenn sich noch mehr private Unternehmen vorstellen würden.