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BTU
Besserer Draht in die Wirtschaft

Prof Dr.-Ing. Holger Seidlitz arbeitet mit seinen Studenten aktuell an 13 Projekten für Unternehmen aus Deutschland und Polen.
Prof Dr.-Ing. Holger Seidlitz arbeitet mit seinen Studenten aktuell an 13 Projekten für Unternehmen aus Deutschland und Polen. FOTO: Zeidler
Cottbus. Mit einem kürzlich gestarteten Patenmodell hat die BTU Cottbus-Senftenberg einen weiteren Kontaktpunkt zwischen Wirtschaft und Wissenschaft hergestellt. "Wir wollen damit einer Klage aus der regionalen Wirtschaft Abhilfe schaffen", erklärt BTU-Präsident Prof. Michèle-Cathrin Zeidler

Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Immer wieder hätten Unternehmen und Kammern ihm vorgehalten, dass sie zu einer bestehenden Fragestellung nur sehr mühsam einen Ansprechpartner an der Uni finden würden.

Nun stehen den kooperationswilligen Unternehmen sechs Professoren als direkte Ansprechpartner zur Verfügung.

"Als Pate wirke ich wie ein Leuchtturm. Ich nehme die Anfragen aus der Wirtschaft direkt entgegen und nehme die Leute an die Hand", erklärt Prof. Dr.-Ing. Holger Seidlitz seine primäre Aufgabe. Der gebürtige Gubener ist für den Bereich Kunststoffe Pate, sein eigenes Fachgebiet ist der Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen. "Als Pate bin ich viel unterwegs und komme mit Unternehmen ins Gespräch", sagt er. Dabei müssten viele Unternehmen erst einmal für die Arbeit an der BTU sensibilisiert werden. "Oftmals wissen sie gar nicht um die Möglichkeiten und das Wissen an der Uni", weiß Prof. Dr.-Ing. Holger Seidlitz. Dabei gibt es in Brandenburg viele kleine und mittelständische Unternehmen, die von dem Know-how an der BTU profitieren könnten. "Nur ein geringer Teil der Unternehmen kann selbstständig Forschung und Entwicklung betreiben", sagt der 36-jährige Professor. "Ohne Fortschritt und in Verbindung mit dem Fachkräftemangel kann das zum Problemfall für die Zukunft eines Unternehmens werden."

Um den Unternehmen einen schnellen Einstieg in ein bestimmtes Wissensgebiet zu ermöglichen, sind die Paten an prominenter Stelle auf der Hochschulwebseite platziert. "Wir haben uns bewusst für diese sechs Paten entschieden", betont der Präsident der BTU. Jeder Pate verfüge über einen breiten Erfahrungsschatz aus diversen abgeschlossenen und laufenden Transferprojekten, und sie zeichnen sich durch einen guten Überblick über die Fachforschungsaktivitäten in ihrem Fachgebiet aus. "Außerdem spiegeln die Paten die Forschungsschwerpunkte der Uni wider", sagt Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Sollte eine Anfrage nicht in den Fachbereich eines Paten fallen, soll dieser als Multiplikator den richtigen Ansprechpartner vermitteln. "Dieses Angebot nutzt allerdings nichts, wenn die Wirtschaft die Möglichkeiten nicht aufnimmt und mitmacht", appelliert der Präsident an die regionale Wirtschaft, sich der Wissenschaft zu öffnen.

Zum Thema:
Interessierte Unternehmen können sich per Telefon oder Mail an die Paten wenden. Weitere Infos gibt es hier www.b-tu.de/wirtschaft/technologie-und-innovation/schnelleinstieg-fuer-unternehmen