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| 07:06 Uhr

Lkw-Verbot
Lärm auf B 169 gesenkt, aber verlagert

 Auf der B 169 in Allmosen und Klein Oßnig ist es ruhiger geworden. Offenbar haben Brummi-Fahrer aber neue Schleichwege entdeckt.
Auf der B 169 in Allmosen und Klein Oßnig ist es ruhiger geworden. Offenbar haben Brummi-Fahrer aber neue Schleichwege entdeckt. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Cottbus. Das Durchfahrtsverbot für Lkw an der B169 in Allmosen und Klein Oßnig greift – hat aber Nebenwirkungen. Denn die Fahrer suchen sich neue Schleichwege. Von Kathleen Weser

Die Durchfahrtsverbote für Sattelzüge und Lastkraftwagen mit Anhängern auf der Bundesstraße 169 in den Ortslagen Allmosen (Oberspreewald-Lausitz) und Klein Oßnig (Spree-Neiße) zeigen Wirkung: Die Zahl der Lkw ist hier um etwa 40 Prozent zurückgegangen, in den Orten Saßleben (Calau) und Bronkow aber deutlich gestiegen.

Das weist der erste Monitoringbericht des Brandenburger Verkehrsministeriums mit den ordnungsrechtlich verantwortlchen Kreisbehörden aus. Die vorerst für zwei Monate erhobenen Daten aber sind mit Vorsicht zu betrachten. Denn die Durchfahrtsverbote allein, die Anwohner von Allmosen und Klein Oßnig mit Lärmschutzklagen erstritten haben, sind vermutlich nicht für die Entlastung verantwortlich.

Auswirkungen auf A13 noch unklar

Noch ist unklar, wie stark die Lkw mit dem Durchfahrtsverbot wirklich auf der Autobahn 13 gehalten worden sind oder andere Verkehrswege fern der Schnellstraße belastet haben. Denn Baustellen auf der B 169 und am Spreewald-Dreieck lassen darauf schließen, dass auch andere Brummi-Fahrer temporär Ausweichstrecken gewählt haben.

Fakt ist: Die Verkehrsbelastung hat sich verlagert. Lkw nutzen nun offensichtlich die Landesstraßen 54 und 55 – belasten also neue Ortslagen extrem. In Saßleben beklagen Anwohner schlaflose Nächte. Deshalb ist hier im Bereich eines Bahnüberganges eine Tempo-30-Zone erweitert worden, um den Geräuschpegel zu senken. In Gallinchen (Stadt Cottbus) gehen Anwohner auf die Barrikaden. Denn die bereits viel befahrene B 97 wird noch stärker frequentiert.

Der Kommentar zum Thema: Das große Rad schneller drehen