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| 01:06 Uhr

Benachteiligter Stadtrand

Man könnte auf die Stadt Cottbus neidisch sein: Sie ißt und ißt und nimmt nicht zu. Im Gegenteil: Seit Jahrzehnten verschlingt die Stadt die Dörfer um sich herum und hat vermutlich trotzdem kaum eine Chance, in zehn Jahren immer noch als Großstadt zu gelten.

Die Sandower und Ströbitzer haben sich mit den Jahrzehnten an ihr Großstadt-Dasein gewöhnt. Die neuen wie Groß Gaglow oder Gallinchen zeigen ihre innere Abwehr noch deutlich.
Das ist kaum verwunderlich: Sogar Menschen, die in jenen Stadtteilen wohnen, die schon etwa ein Dutzend Jahre zu Cottbus gehören, fühlen sich benachteiligt.
Zum Beispiel „Essen auf Rädern“ wird nicht von allen Anbietern nach Döbbrick gebracht, weil es zu viel Umstände bereitet . Maiberger sind frustriert, weil Cottbusverkehr ihre Haltestellen „nur nach Bedarf“ bedient. Klar müssen die Unternehmen wirtschaftlich handeln.
Aber wie soll ein Döbbricker oder Maiberger oder jetzt Groß Gaglower begreifen, welche Vorteile er von der Eingemeindung hat. Auf den ersten Blick sind da höhere Gebühren, die für alle möglichen Dienstleistungen zu zahlen sind.
Die Stadt Cottbus bietet noch zu wenig, um das Stadtleben zu versüßen.