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| 02:53 Uhr

Beizjagd in Spremberg

Einen interessanten Gast bringt der Spremberger Falkner Hans-JürgenWiencken aus Weskow mit zum Herbstfest im Kulturschloss des Spree-Neiße-Kreises in Spremberg: Murkel. Das kündigt er schmunzelnd an. Regelmäßig sei er gemeinsam mit dem dreijährigen Lanner-Falken bei Volksfesten und Veranstaltungen präsent. Von André Kurtas

"Ich will über die Falkenzucht aufklären", sagt er. Murkel stamme aus seiner Zucht. Den Namen habe er übrigens bekommen, weil der junge Falke "immer so oft an sich herummurkst", erzählt der Spremberger. Murkels zwölf Jahre alten Vogeleltern - Vater Hugo und Mutter Hilda - lebten ebenfalls auf dem Grundstück von Hans-Jürgen Wiencken. "Ruhig und gut", sagt dieser. "Von Wald umgeben."

Die Zucht von Falken sei keine leichte Sache, erklärt der Weskower. Denn: "Greifvögel reproduzieren sich nur, wenn sämtliche Umweltparameter stimmen und sie sich durch und durch wohl fühlen." Gezüchtet würden die Falken unter strengen Auflagen für die Falknerei sowie für weltweite Auswilderungsprojekte. Die Falkner jagten meist in Gemeinschaft nach Hasen, Wildkaninchen und Fasanen. Wiencken sagt, er sei deshalb Mitglied im Verband Deutscher Falkner.

"Ich gehe zu verschiedenen Veranstaltungen mit dem Ziel, den Leuten meine Greifvögel aus nächster Nähe zu zeigen und damit Wissen über die mehr als 4000 Jahre alte Falknerei zu vermitteln", berichtet er. Mit Murkel sei er erst kürzlich beim Landeserntefest in Neuhausen vertreten gewesen.

Am Tag der Deutschen Einheit will Hans-Jürgen Wiencken eigenen Angaben zufolge eine Beizjagd in Spremberg darstellen. "Mit dabei habe ich ein Lederpolster, auf dem ein Stück Fleisch platziert wird", erklärt Wiencken. Den Rest erführen die Bürger während der Vorführung, sagt er.