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| 18:55 Uhr

Oberschule in SPN
Beim SPN-Schulstreit könnte ein Ende in Sicht sein

Kolkwitz/Burg/Drebkau. Burg, Drebkau und Kolkwitz positionieren sich. Von Daniel Schauff

() Im Streit um den Standort einer neuen weiterführenden Schule im Spree-Neiße-Kreis deutet sich eine Lösung an. Am Montag haben Karsten Schreiber (SPD), Bürgermeister von Kolkwitz, Dietmar Horke (parteilos), Bürgermeister in Drebkau und Christoph Neumann, amtierender Amtsdirektor in Burg ein Positionspapier unterzeichnet, das einen neuen Standort für die künftige Schule enthält. Das Papier liegt der LR vor. Demnach soll die neue Schule zwar in Kolkwitz entstehen, jedoch nicht an der Kolkwitzer Grundschule, wie beim brandenburgischen Bildungsministerium beantragt, sondern westlich des Annahofer Grabens in Klein Gaglow. „Dieser zentrale, verkehrsgünstig gelegene Standort ist bei objektiver Betrachtung geeignet, den Kreistagsbeschluss zeitnah umzusetzen und dabei die Belange der Kommunen zu berücksichtigen“, schreiben Schreiber, Horke und Neumann. Der ursprüngliche Antrag des Landkreises war vom Ministerium abgelehnt worden. „Der Kreistagsbeschluss zum Standort Kolkwitz 1B kann nicht umgesetzt werden, da entsprechend den Forderungen des Ministeriums für diesen Standort das Einvernehmen mit den oben genannten Anrainerkommunen nicht herzustellen ist“, heißt es in dem Positionspapier. Burg hatte eine Konkurrenz durch die Kolkwitzer Schule befürchtet, für Drebkauer Schüler hätte sich die Schulweg-Situation kaum verbessert. „Mit dem neuen Standort könnte ich leben“, sagt Dietmar Horke, stellt aber auch klar: Der Beschluss der Stadtverordneten in Drebkau, ein Schulzentrum zu gründen, bleibe so lange bestehen, bis die geplante Schule genehmigt ist. In Drebkau hatte man sich nach dem Nein zur Kolkwitzer Schule entschieden, die vorhandene Grundschule durch weiterführende Klassen zu erweitern.

Schreiber, Horke und Neumann fordern den Landkreis auf, eine Prüfung des Standorts durch das Schulverwaltungsamt kurzfristig zu veranlassen. „Auf Grund des vorliegenden Antrags der Stadt Drebkau zur Einrichtung einer Oberschule ist hier Eile geboten“, heißt es in dem Positionspapier weiter. Das Ministerium sei kurzfristig über die geplanten Schritte zu informieren. Ein qualifizierter Antrag für die Errichtung einer Schule am Annahofer Graben soll den Verwaltungschefs zufolge bis Ende August eingereicht werden. Horke: „Wir müssen Druck beim Landkreis machen.“