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| 15:21 Uhr

Gleitfliegen
Tolle Eindrücke beim Flug über Cottbus

 Siegerehrung der drei Besten: Martin Serner, Alexander Schreiber und Martin Prey (v.l.) im Finale der Gleitschirmflieger bei den 5. „Spreewald Open“.
Siegerehrung der drei Besten: Martin Serner, Alexander Schreiber und Martin Prey (v.l.) im Finale der Gleitschirmflieger bei den 5. „Spreewald Open“. FOTO: Georg Zielonkowski
Von Georg Zielonkowski. Super Flugwetter herrschte beim Finale der 5. „Spreewald Open“, dem Wettbewerb der Gleitschirmflieger. Von Georg Zielonkowski

Das immer besser werdende Wetter an der Monatswende hatte der Mehrzahl von den 75 Gleitschirmpiloten der „Spreewald Open“ zunächst Einiges an Geduld abverlangt. „Wir hatten zwar an Himmelfahrt ein großartiges Sonnenwetter bei klarem Himmel. Allerdings sind aufgrund der Thermik-Unterschiede doch einige Starter schneller wieder am Boden gewesen, als sie es vorhatten. Denn laut Aufgabe war ein Kurs hinüber nach Forst zu fliegen, was am Ende nur sieben Piloten gelungen ist“, erklärte Steffen Sickert aus dem Organisationsteam, das 164 Starts zu begleiten hatte.

Tags darauf mussten sich die Organisatoren des Gastgeberclubs aber gänzlich „geschlagen geben“, weil die minimale Thermik den Anlass gab, den Wettkampf absagen. „Es wären nicht ansatzweise gleiche Bedingungen für das Abarbeiten der Aufgaben für die Piloten gewesen. So konnten die Gäste unsere Stadt und den Spreewald erkunden und den Tag für einige kurze Privatflüge nutzen“, meinte Uwe Krenz, der Vorsitzende des Cottbuser Drachen- uns Gleitschirmfliegerclubs

An der prima Atmosphäre unter den Sportlern und deren Familien, die ihr Camp im hinteren Teil des Flugplatzmuseums aufgeschlagen hatten, änderte das nichts. Der Berliner Eckehard Zabel, der erstmals bei den „Spreewald Open“ zu Gast war, zeigte sich begeistert von der Lage des Startplatzes, konnten doch alle Starter direkt nach dem Ausklinken des 1200 Meter langen Schleppseils in Richtung City abdrehen und so einen tollen Blick auf die Stadt werfen. „Wohl auch deshalb, weil es sich herumgesprochen hat, dass wir so nah an der Stadt unseren Startplatz haben und sich beim Flug tolle Eindrücke ergeben, war die Starterliste ganz schnell ausgebucht. Erstmals haben wir auch internationale Gäste dabei. 15 Piloten aus Zielona Gora sorgen nun für internationales Flair“, freuten sich die Cottbuser Ausrichter. Die polnischen Piloten bescherten zudem einen Qualitätszuwachs, war doch mit Slawomir Kucharski ein dreifacher polnischer Meister am Start. Das polnische Team dominierte ohnehin am ersten Wettkampftag, als die „Sweetboyz“ aus Zielona Gora mit Jakub, Rafal und Marlin Rang Eins herausflogen. Der finale Wettkampftag bescherte am Samstag dann die von allen ersehnten Bedingungen. So konnten alle 75 Piloten nochmals in die Lüfte gehen. Tagessieger auf der 22-km-Strecke an den Stadtrand von Forst war am letzten Wettkampftag der Berliner Ronny Schmidt, der nach knapp 32 Minuten landete. Die Gesamtwertung entschied nach allen Wertungsflügen das Trio „Paranormal Activity“ mir Martin Serner, Alexander Schreiber und Martin Prey vor dem polnischen Dreier „Sweetboyz“ für sich.

Wochen vor dem Wettbewerb fanden sich via Internet die Trios aus verschiedenen Vereinen zusammen, wobei die Vorgabe lautete, dass ein „Vielflieger“, mit einem Hobbypiloten und einem Einsteiger zusammenzustellen war. „Wir haben bewusst auf eine Einzelwertung verzichtet, weil wir keine Neulinge im Ranking der drei Tage zurücklassen wollten“, so die Erklärung von Uwe Krenz. Dies und die perfekte Durchführung dankten die Piloten, die zumeist in Familie angereist waren, nach der Siegerehrung mit stehenden Ovationen. Auch die Nähe zu den „großen Brüdern der Fliegerei“, wie ein Teilnehmer die nebenan im Flugplatzmuseum ausgestellten Flugzeuge und Hubschrauber nannte, löste bei den Gleitschirmpiloten Überraschung und Freude zugleich aus.

 Slawomir Kucharski beim gekonnten Landeanflug beim Wettbewerb der Gleitschirmflieger am Flugplatz Cottbus.
Slawomir Kucharski beim gekonnten Landeanflug beim Wettbewerb der Gleitschirmflieger am Flugplatz Cottbus. FOTO: Georg Zielonkowski