ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:07 Uhr

Bei Touristen beliebt
Cottbus gehört zu Top-Fünf-Reisezielen

Cottbus. Porto, Prag - und Cottbus: Die größte Stadt der Lausitz zählt für den Reiseveranstalter TUI zu den Top-Fünf-Aufsteigern bei Städtereisen. Laut TUI passt das zu einem deutschlandweiten Trend.

 Die Stadt Cottbus zählt für die TUI Deutschland GmbH zu den „Top-Fünf-Aufsteigern im Bereich Städtereisen“. Darüber informiert Alexandra Wallendschus von der Unternehmenskommunikation des führenden deutschen Reiseveranstalters. Das Zentrum der Niederlausitz steht damit in einer Reihe mit Málaga, Porto, Prag und Edinburgh. Als Grund dafür nennt die Unternehmenssprecherin „den hohen prozentualen Gästezuwachs von über 50 Prozent, den wir bei TUI verzeichnen“.

„Es gibt unbestritten einen deutschlandweiten Trend zum Reisen im eigenen Land, von dem Brandenburg, der Spreewald und auch wir profitieren“, bestätigt Stadtmarketingchefin Gabi Grube. Demnach machen vor allem viele Busreisende in Cottbus Station, weil die Stadt an der Strecke nach Dresden, Berlin oder in den Spreewald liegt und gute Hotels hat. „Dann sind sie überrascht, was sie bei einer Stadtführung alles lernen und sehen“, sagt Gabi Grube. „Andere kommen, weil sie gern Fahrrad fahren und entlang der guten Wege in die Stadt kommen, zum Beispiel am Spreeradweg.“ Auch die kontinuierliche Werbung für Veranstaltungshöhepunkte zeitigt Früchte. So  kommen viele Besucher anlassbezogen in die Stadt –  nach Branitz, zum Filmfestival oder zum Weihnachtsmarkt.

TUI-Reisende machen in Cottbus vor allem im Radisson Blue  Station. Das Hotel konnte seine Belegung im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 um mehr als zwei Prozent steigern, berichtet die stellvertretende Hoteldirektorin Annett Kolata. Im Vergleich zum Jahr 2015 liegt die Steigerung sogar bei vier Prozent. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist ein wenig gewachsen. Sie liegt nun bei genau zwei Nächten. Der Anteil der Gäste, die mit Reisegruppen die Region erkunden, liegt laut  Annett Kolata bei rund 40 Prozent. Knapp 30 Prozent der Gäste sind Geschäftsreisende.

„Die Gäste besuchen zum großen Teil den Spreewald, erleben eine Rundfahrt durch das Lausitzer Seenland oder fahren von Cottbus aus nach Berlin, Dresden oder Görlitz“, sagt die stellvertretende Hoteldirektorin. In vielen Rahmenprogrammen der Reisegruppen sind auch Führungen durch die Pückler-Parks Branitz und Bad Muskau sowie Stadtrundgänge durch Cottbus enthalten. Auch geführte Radwanderungen durch die Lausitz und den Spreewald erfreuen sich großer Beliebtheit. Neu im vergangenen Jahr war laut Annett Kolata die große Nachfrage von Busunternehmen nach Adventsreisen.  Interessante Ziele waren dabei Adventsmärkte im Spreewald sowie der Weihnachtsmarkt in Cottbus.  

Auch Sportveranstaltungen haben im vergangenen Jahr mehr Gäste angelockt. Dazu zählen das Turnier der Meister, die Deutsche Meisterschaft der Frauen im Boxen sowie verschiedene Radsport-Ereignisse. Ein Höhepunkt war der Aufenthalt des DFB-Teams der U21-Fußball-Nationalmannschaft rund um das EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidshan.  Auch das Stadtfest und das Cottbuser Filmfestival sowie Feiertage  wie Ostern, Weihnachten und  der Jahreswechsel bescheren dem Radisson Blu und den anderen Cottbuser Hotels gute Auslastungen.

 Während die Geschäftsreisetätigkeit im vergangenen Jahr gegenüber 2016 stagnierte, verzeichnet das Lindner  Congress Hotel ein Plus bei Reisen im Zusammenhang mit Tagungen und Events. „Der Busreisetourismus spielt in unserem Hotel die größte Rolle im Bereich der Freizeitreisen“, stellt Hotel-Direktor Michael Fehrmann fest. „Die Übernachtungszahlen in diesem Segment sind gegenüber 2016 nahezu konstant.“

Beim Individualtourismus gab es im Jahr 2017 hingegen eine Steigerung.  Sie liege vor allem in  besserer Internet-Präsenz durch Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing begründet.  Auch die Urlauber, die im Lindner Congress Hotel Station machen, zieht es vor allem in den Spreewald und auf die guten Radwege in und um Cottbus.  Auch die hiesige Kulturlandschaft ist für die Gäste attraktiv.

Doch Cottbus und Umgebung haben in den Augen des Hotelchefs viel mehr zu bieten. Für die Zukunft wünscht sich Michael Fehrmann eine Schärfung des touristischen Profils. „Wie die industrielle Revolution die Region loslässt und die Natur zurückkehrt – das ist ein großartiges Naturschauspiel“, weiß er aus ähnlichen Entwicklungen im Ruhrgebiet, die 15 Jahre zurückliegen. Es gehe darum, die damit verbundenen Zukunftsvisionen zu konkretisieren.

((ue))