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| 14:55 Uhr

Heimat- und Trachtenfest Burg
Neues Wendenkönigspaar gekrönt

 Das neu gekrönte Burger Wendenkönigspaar Stephanie II. und Fabian I. bei der Einfahrt mit dem Kahn in den Burger Spreehafen.
Das neu gekrönte Burger Wendenkönigspaar Stephanie II. und Fabian I. bei der Einfahrt mit dem Kahn in den Burger Spreehafen. FOTO: Marion Hirche
Burg. Ein volles Programm zog tausende Besucher zum Heimat- und Trachtenfest nach Burg. Von Marion Hirche

Beim Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg wurde am Sonnabend mit Stephanie Rinza und Fabian Schulz auch ein neues Wendenkönigspaar gekrönt. Stephanie II. und  Fabian I. sind damit das 17. Wendenkönigspaar.

„Sonst stehe ich immer da oben auf der Brücke und gehöre zu den Feuerwehrleuten, die hier beim Hafenprogramm für die Wasserträume sorgen. Heute kann ich das mal aus andere Perspektive genießen“, erzählte die 23-jährige neue Majestät. Sie ist Verwaltungsfachangestellte und hat schon immer von so einem Ehrenamt geträumt: „Heute wird dieser Traum wahr“. Der Wendenkönig an ihrer Seite, von Beruf Wasserbauer, ist Musikfan und spielte in der ersten Fußball-Männermannschaft von Burg.

Zug der Spreewald-Vereine

Nach der Begrüßung am Sonnabendabend, mit einer bejubelten 90er-Jahre-Darbietung von der Showmanufaktur Linzer aus Cottbus und furioser Lasershow zum Finale, stellten sich die Neuen am Sonntagvormittag auf der Bühne auf dem Burger Festplatz vor.

Am Sonntagnachmittag zog dann ein bunten Band aus Vereinen des Spreewaldes vom „Leineweber“ zur Schule, was tausende Zuschauer am Straßenrand verfolgten In 44 Bildern wurden Traditionen, Trachten, darunter gleich zwei sorbisch-wendische Hochzeitszüge, und das heutige gesellschaftliche Leben von Burg dargestellt.

Auftakt am Freitag

Bereits ab Freitag gab es auf dem Burger Festplatz ein buntes Programm mit Musik, Artistik, Trachtenvorstellung und Tanz. Die jungen Musiker „Die Weberknechte“ aus Finsterwalde zeigten sportlich-musikalischen Höchstleitung im Schlagzeugspiel. Die Sprembergerin Franziska Wiese wurde von ihren Fans gefeiert und gewann neue Herzen. Viel Applaus war ebenfalls für die Artisten des Cottbuser „Variete Fantastique“ zu hören.

Zum Auftakt am Freitag waren die Senioren des Amtes Burg zum Kaffee geladen. Bewirtet wurden sie unter anderem von den Mitarbeitern des Hauses des Gastes, die auch das abwechslungsreiche Programm des Wochenendes zusammengestellt haben.

Amtsdirektor Tobias Hentschel erlebte sein erstes Fest in dieser Funktion und bedankte sich zum Auftakt bei allen ehrenamtlichen Kräften und Mitarbeitern, die an diesem Wochenende im Einsatz waren. Er berichtete von bevorstehenden weiteren Höhepunkten, wie der Einweihung der neuen Schützenhalle, dem Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehauses in Dissen oder der Einweihung der Brücke in Werben.

Reiches Angebot für Auge und Gaumen

Zum gelungenen Treiben in Burg trug auch der bunte Händlermarkt mit Hüten, Österreichspezialitäten, Gartenmöbeln, Spreewaldgemüse und vielem mehr bei. Das Angebot für den Gaumen war ebenso vielseitig und reichte vom Fischbrötchen bis zu Süßkartoffeln-Frites. Sommerbowle und Schwarzbier, waren bei den warmen Temperaturen ebenso gefragt wie einfache rote Limo oder Eis.

„Wir haben von dem Fest in der Zeitung gelesen und finden es toll“, meinte der Lübbenau-Urlauber Reinhold Wendt aus Meppen. Auch Joachim und Heidrun Plötz aus Gützkow in Vorpommern waren voll des Lobes.

Beate Leschke aus Burg war nach dem Hafenprogramm am Sonnabend platt: „Die beiden neuen Majestäten, die wohnen bei mir in der Nähe., Ich kenne sie gut. Das war eine gelungene Überraschung“. Ihre Bekannte aus Cunnersdorf schwärmte für die Wasserträumeshow der Feuerwehrkameraden aus Burg Kauper und fand die anschließende Lasershow beeindruckend.

Ulrike Laubsch aus Berlin und  Horst Paschke aus Bonn nutzten ihre Urlaubsstunden, um viele Angebote des Heimat- und Trachtenfestes mitzuerleben und meinten: „Wir haben viel erlebt, viel erfahren und viel Schönes gesehen“.