ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:54 Uhr

Donnerstagabend
Bedingungen in Textilfabriken im Fokus

Cottbus. Donnerstag im Menschenrechtszentrum: Film „Machines“ und Sonderausstellung „Tödliche Textilfabriken“.

Das Menschenrechtszentrum Cottbus lädt am Donnerstag, 7. Juni, um 18.30 Uhr zur Vorführung des indisch-deutsch-finnischen Dokumentarfilms „Machines“ in die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus in der Bautzener Straße ein. Damit eröffnet sie zugleich die bis 4. Juli zu sehende Wanderausstellung „Tödliche Textilfabriken“ der Hilfsorganisation medico international. Im Anschluss können Besucher mit dem Entwicklungshelfer und Fair­trade-Referenten Kurt Damm  ins Gespräch kommen.

Die 2016/2017 erschienene Koproduktion „Machines“ veranschaulicht die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in einer Textilfabrik im indischen Gujarat, die nur eine von vielen Einrichtungen dieser Art ist. Mit starker Bildsprache und Interviews mit einzelnen Arbeitern erzählt der Regisseur Rahul Jain eine Geschichte von Ungleichheit und Unterdrückung von Menschen und Maschinen, die täglich für Tausende Arbeiter grausame Realität ist. Ihre Produkte werden weltweit vertrieben, auch  in Deutschland.

Mit der Veranstaltung möchte das Menschenrechtszentrum die Besucher für dieses Thema sensibilisieren, denn auch im einstigen Zuchthaus Cottbus wurden durch die Häftlinge unter schwierigen Bedingungen Kameras für den VEB Pentacon, die für Billiggeld in den westlichen Ländern verkauft wurden, produziert. In der im Dezember eröffneten Dauerausstellung „Haft-Zwang-Arbeit im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“ wird auf die Arbeitsverhältnisse der Häftlinge eingegangen.

Der Eintritt ist am Donnerstagabend frei.

(red/pos)