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Bebauungsplan soll Branitzer Gärtnereigelände schützen

Die alte Gärtnerei in Branitz
Die alte Gärtnerei in Branitz FOTO: Jenny Theiler
Cottbus. Die Stadt Cottbus hat kein Vorkaufsrecht beim Verkauf eines Gärtnereigeländes am Rand der Branitzer Siedlung. Nach RUNDSCHAU-Recherchen könnten die Erwerber auf eine Umwandlung in Bauland spekulieren. Das will die Stadt nun dauerhaft verhindern. sim

Den Cottbuser Stadtverordneten soll im September ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan "Branitzer Park-nördlicher Außenpark" vorgelegt werden. Das bestätigte Stadtsprecher Jan Gloßmann. Damit solle dauerhaft das Gelände des denkmalgeschützten Branitzer Außenparks von Bebauung freigehalten werden. Der Plan konkretisiere den bereits vorhandenen Flächennutzungsplan in diesem Bereich.

Ein solcher B-Plan könnte möglichen Grundstücksspekulationen um ein verfallenes Gärtnereigelände in diesem Gebiet langfristig einen Riegel vorschieben. Anfang Juni hatte eine gerade neu gegründete Branitz Garden GmbH die mit verfallenen Gewächshäusern versehenen zwölfeinhalb Hektar für fast eine halbe Million Euro gekauft. Der RUNDSCHAU liegen Hinweise vor, wonach die Erwerber auf die Umwandlung der Fläche in Bauland spekulieren könnten.

Die Prüfung eines Vorkaufsrechtes der Stadt verlief nach Angaben von Stadtsprecher Gloßmann negativ. Für den von der Stadt avisierte Nutzungszweck "öffentlicher Park" sei ein solches Recht im Baugesetzbuch nicht vorgesehen.

Nach RUNDSCHAU-Recherchen scheint ein Unternehmer aus dem Spree-Neiße-Kreis in das Grundstücksgeschäft verwickelt zu sein. Er, sowie die Geschäftsführerin der Branitz Garden GmbH ließen ausführliche Anfragen zu Plänen für die Fläche und geplanten Anteilsverkäufen in der GmbH unbeantwortet.