Bei der für das Verfahren zuständigen Behörde, dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus rennt Schinowsky damit die sprichwörtlich offene Tür ein. "Nicht Schnelligkeit, sonder Güte zählt", sagt Hans-Georg Thiem, Chef des Landesamtes. Irgendein Zeitproblem für das Vorhaben kann er jedoch nicht erkennen: "Wir sind da ganz entspannt voll im Plan."

Wichtig sei es gewesen, dem Bergbaubetreiber Leag die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn für das Einlaufbauwerk zu erteilen. Das sei erfolgt. Damit könnten nun die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses mit der Flutung zu beginnen.

Das soll nach Vorstellungen der Leag Ende 2018 sein. "Wir gehen davon aus, dass bis dahin der notwendige Beschluss des Landesbergamtes vorliegt", so Leag-Sprecher Thoralf Schirmer. Je nach Niederschlagssituation soll der See zwischen 2024 bis 2026 gefüllt sein.

Im Planfeststellungsverfahren für das Tagebaurestloch hatte es 2015 eine öffentliche Auslegung und Erörterung mit rund 250 Einwendungen gegeben. Die Leag hatte danach weitere Unterlagen einreichen müssen. Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky von den Grünen fordert, im Planverfahren klare Grenzwerte für Sulfat und Eisenocker in dem künftigen See festzulegen.