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| 19:25 Uhr

Cottbus
Baustelle in den Maiberger Laßzinswiesen

Sven Korbien und Steffen Feige (v.l.) bessern CBS 13 aus. Der Abgeordnete Wolfgang Bialas und Bernd Kamenz aus Saspow schauen dabei zu.
Sven Korbien und Steffen Feige (v.l.) bessern CBS 13 aus. Der Abgeordnete Wolfgang Bialas und Bernd Kamenz aus Saspow schauen dabei zu. FOTO: LR / Peggy Kompalla
Maiberg. Der Gewässerverband Spree-Neiße setzt die Sanierung und Erneuerung der landwirtschaftlichen Staubauwerke fort. Damit wird das Areal vor Trockenheit, aber auch möglichen Überflutungen geschützt. Von Peggy Kompalla

Das Areal zwischen Spree und Peitzer Teichen sieht aus wie ein grünes Schachbrett. Es wird durchzogen von schnurgeraden Gräben. Zwischendrin kauen Kühe genüsslich auf Grasbüscheln herum. Die Maiberger Laßzinswiesen wurden schon von den Altvorderen genutzt, doch eine intensive Landwirtschaft erst durch das Grabensystem möglich. Dadurch kann der feuchte Flecken entwässert werden. Doch in Zeiten von immer häufiger eintretenden Trockenzeiten bekommen die Gräben eine ganz neue Bedeutung. Sie halten die Feuchtigkeit auf den Laßzinswiesen.

Die Baustellen des Gewässerverbandes Spree-Neiße auf den Laßzinswiesen.
Die Baustellen des Gewässerverbandes Spree-Neiße auf den Laßzinswiesen. FOTO: LR / Katrin Janetzko

Damit die Regulierung des Wasserhaushalts auch weiterhin möglich ist, saniert und erneuert der Gewässerverband Spree-Neiße seit Juni sieben Staubauwerke in dem Areal. Damit setzt der Verband die Ertüchtigung des Grabensystems der Maiberger Laßzinswiesen weiter fort. Die Kosten von knapp 250 000 Euro kommen vom Bund und Naturschutzfonds Brandenburg. Die Arbeiten werden nach Auskunft von Projektingenieur Manuel Kunze voraussichtlich bis November abgeschlossen sein. In dem Zuge werden fünf Staubauwerke komplett erneuert und zwei saniert.

CBS 12 steht schon. Auch der Rohrdurchlass ist bereits erneuert. Nur wenige Schritte weiter steht CBS 13. Dort arbeiten Steffen Feige und Sven Korbien. Sie bessern die Betonwand des Bauwerks aus. Es war nicht in solch einem miserablen Zustand wie die Mehrzahl, es kann saniert werden. Projektleiter Manuel Kunze zeigt Bilder vom alten CBS 12. Dort lief das Wasser praktisch unreguliert durch. Die Betonwand war durchzogen von großflächigen Ausbrüchen, die Führungsschienen für die Holzbohlen waren durchgerostet und verbogen. Irreparabel.

Umweltausschusschef Wolfgang Bialas (CDU) inspiziert die Baustelle in den Laßzinswiesen gemeinsam mit Kunze, hakt immer wieder interessiert nach. Die Trockenheit hat den Wiesen nicht so sehr zugesetzt wie anderen Arealen. „Auch im umgekehrten Fall, wenn zu viel Wasser kommt, kann durch das Grabensystem ein Hochwasser verhindert werden“, sagt Bialas. Das bestätigt der Gewässerfachmann. „Die Wiesen sind wie ein Schwamm, den wir durch die Gräben regulieren können“, erklärt er. „Würde übermäßig viel Wasser ungehindert in die Vorflut laufen, könnten unterhalb der Spree echte Probleme entstehen.“ Auch deshalb sei die Regulierung der Wasserstände auf den Wiesen von Bedeutung. Dafür sorgt der Verband in Absprache mit den Landwirten.