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| 02:33 Uhr

Baumriese im Branitzer Park gefällt

Der Stamm der 180 Jahre alten Rot-Buche verrät nicht, wie krank der Baum wirklich war. Weißfäule hatte sich im Stamm ausgebreitet und das Holz langsam zersetzt.
Der Stamm der 180 Jahre alten Rot-Buche verrät nicht, wie krank der Baum wirklich war. Weißfäule hatte sich im Stamm ausgebreitet und das Holz langsam zersetzt. FOTO: Stiftung Branitz
Cottbus. Im Branitzer Park ist eine fast 200 Jahre alte Rot-Buche an der Schilfseebrücke gefällt worden. Darüber informiert Parkleiter Claudius Wecke. Peggy Kompalla

Demnach musste der Baum zur Sicherheit der Parkbesucher entnommen werden, da er stark von Pilzen und Fäulnis befallen und damit bruchgefährdet war.

Die Zählung der Jahresringe habe ergeben, was die Parkverantwortlichen vermuteten. Die Rot-Buche ist 180 Jahre alt und muss noch unter Fürst Pückler gepflanzt worden sein. "Einen solchen Baum zu fällen, gibt uns Parkgärtnern einen Stich ins Herz", sagt Claudius Wecke. "Das geschieht nicht ohne Respekt, Demut und reiflicher Überlegung." Vorab habe es Abstimmungen mit den Behörden für Naturschutz und Denkmalpflege gegeben. Darüber hinaus sei ein Baumgutachten erstellt worden.

Der Stamm der Rot-Buche war nach den Worten von Parkleiter Wecke in vier Metern Höhe besonders stark von Austernseitlingen bewachsen. "Das hat dem Baum stark zugesetzt", berichtet Wecke. "Außerdem gab es zahlreiche Rindenschäden und Astwunden, die Weißfäule hatte sich breitgemacht." All das in Summe habe zu der Entscheidung geführt. "Der Schaden wäre zudem viel größer, wenn die Rot-Buche in die Baumgruppe gestürzt wäre." Die Buche war demnach von 25 Bäumen umringt, die an der Stelle recht kompakt gepflanzt worden waren.

Der Parkleiter rechnet damit, dass in den kommenden Jahren Baumentnahmen notwendig werden. "Viele Gehölze haben ihre natürliche Lebenserwartung erreicht oder sogar überschritten und sind deshalb besonders anfällig für Schädlinge", erklärt er. Deshalb ist es das Ziel, den Park durch eigene eigene Pflanzen zu verjüngen. Deshalb zieht die Stiftung mit der neu angelegten Baumuniversität in der Schlossgärtnerei bereits die nächste Baumgeneration heran.

Derzeit laufen im Park weitere Baumsicherungsarbeiten, erklärt Claudius Wecke. Deshalb seien vorübergehende Sperrungen von Wegen im Bereich der Nordbrücke am Tierpark-Eingang und nahe des Kugelberges notwendig. Für die Arbeiten außerhalb der Fällzeit liege eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vor.