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| 17:26 Uhr

Tierschutz
Mehr Sorgfalt bei Mahd auf Sachsendorfer Wiesen

Cottbus. Bessere Absprachen zwischen Bauer und Jagdpächter.

Nach der traurigen Todesbilanz von Rehkitzen während der Rasenmahd auf den Sachsendorfer Wiesen im vergangenen Jahr verspricht der Landwirt künftig bessere Absprachen mit dem Jagdpächter. Darüber informiert Umweltamtschef Stephan Böttcher. Das ist das Ergebnis eines Vor-Ort-Termins mit allen Beteiligten, zu denen auch das Cottbuser Umweltamt und dem Landwirtschaftsamt des Landkreises Spree-Neiße gehörten. Den Ball ins Rollen hatten eine Anwohner und ein Beitrag in der RUNDSCHAU gebracht.

Bei der Beratung habe sich herausgestellt, dass der Jagdpächter zwar im Vorfeld der Rasenmahd Vergrämungsmaßnahmen ergriffen hatte, um die Rehe mit ihren Kitzen aus dem hohen Gras zu vertreiben. Das habe er auf verschieden Flächen getan. „Aber der Landwirt hat genau in der umgekehrten Reihenfolge mit der Mahd begonnen“, sagt Umweltamtschef Böttcher. „Das soll nicht wieder passieren.“

Anwohnerin Bärbel Rösler hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr sechs Rehkitze dokumentiert, die durch die großen Mähmaschinen zu Tode kamen und dies mit Fotografien belegt. Sie regte eine bessere Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Jagdpächter an und bot auch ihre Unterstützung an, denn sie ist täglich in dem Naturkleinod unterwegs und kennt dadurch den Standort vieler Ricken.

(pk)