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| 17:56 Uhr

Banges Hoffen im Cottbuser Tierpark

Flugfähige Wildenten haben den H5N8-Virus in den Tierpark eingeschleppt. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden die Geflügelbestände in zwei streng getrennte Bereiche aufgeteilt.
Flugfähige Wildenten haben den H5N8-Virus in den Tierpark eingeschleppt. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden die Geflügelbestände in zwei streng getrennte Bereiche aufgeteilt. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Im besonders geschützten Innenbereich des Tierparkes wurde bisher kein H5N8-Virus nachgewiesen. Von den 305 wertvollen Vögeln, die im Schutzbereich aufgestallt sind, wurden bisher 37 Tiere auf den gefährlichen Geflügelpesterreger getestet. hil

"Bisher waren alle Proben negativ", so der zuständige Spree-Neiße-Dezernent Olaf Lalk. Allerdings sei der Virus bei einer toten Ente im Außenbereich nachgewiesen worden. Eine weitere Ente im Außenbereich musste getötet werden, da auch bei ihr H5N8 gefunden wurde. Wegen dieser Funde war die Schließung des Tierparks um 21 Tage verlängert worden. Olaf Lalk: "So sieht es die Geflügelpestverordnung vor."

Das Areal bleibt für Besucher zunächst bis zum 18. Februar geschlossen. Lalk: "Sollten weitere Proben positiv sein, entscheiden wir neu - in Absprache mit dem Tierparkdirektor und brandenburgischen Task-Force."

Nach einem von Tierparkchef Dr. Jens Kämmerling entwickelten Monitoringplan werden regelmäßig weitere Vogelarten getestet: durch Tupferproben, die an den Kloaken der Tiere genommen werden und durch Blutuntersuchungen. Olaf Lalk: "Hierbei versuchen wir, gerade hochsensible Tiere möglichst zu schonen und nicht zusätzlich zu belasten." Alle Tierpfleger seien angewiesen, auf besondere Krankheitszeichen der Tiere zu achten. Futterküchen wurden bereits getrennt, auf strengste Hygiene im Tierpark wird geachtet. Olaf Lalk: "Wir tun alles, um den Tierparkbestand zu schützen." Weitaus drängender aber sei der Schutz des Geflügelbetriebes Ehlego in Roggosen. "Dort wären eine Million Hühner in Gefahr."