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| 02:34 Uhr

Bahnhofsberg soll für Radfahrer sicherer werden

Zur Farbsprühdose griffen am Mittwoch Bettina Groß, Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße und Manuel Helbig, Chef der Cottbuser Straßenverkehrsbehörde. Sie brachten am Bahnhofsberg den Hinweis "Geisterfahrer bitte wenden!" an.
Zur Farbsprühdose griffen am Mittwoch Bettina Groß, Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße und Manuel Helbig, Chef der Cottbuser Straßenverkehrsbehörde. Sie brachten am Bahnhofsberg den Hinweis "Geisterfahrer bitte wenden!" an. FOTO: mih1
Cottbus. Der Bahnhofsberg ist nicht nur eine Autotrasse, sondern auch eine wichtige Verbindung für Radler. Allerdings birgt sie für Zweiräder besondere Gefahren. Peggy Kompalla

Stadt und Polizei haben jetzt reagiert - auch dank der Hinweise der RUNDSCHAU-Leser.

Ob die Radfahrer den knallorangenen Hinweis auf dem Radweg am Bahnhofsberg wirklich ernst nehmen werden, muss sich zeigen. Der aufgesprühte Hinweis "Geisterradler bitte wenden" setzt jedoch ein Achtungszeichen und sollte zumindest die Aufmerksamkeit erhöhen - selbst bei den Falschfahrern. Denn rund 20 Prozent aller Radunfälle werden durch Geisterradler verursacht. Das erklärt Manuel Helbig, Chef der Cottbuser Straßenverkehrsbehörde. Auf dem Bahnhofsberg sind die Radfahrer abwärts zudem flott unterwegs. Das erhöht die Gefahr zusätzlich. Zumal die Geisterradler an der Ecke zur Külzstraße auf einen unübersichtlichen Engpass zusteuern. Genau auf diese Gefahrenstelle haben viele Leser hingewiesen, als die RUNDSCHAU Radweg-Schwachstellen in Cottbus suchte. Die Liste liegt mittlerweile bei der Stadtverwaltung.

Genau diese Hecke an der ehemaligen Sparda-Bank ist nun auf Initiative der neuen Grundstückseigentümer verschwunden. Die Sicht ist damit frei auf den Gegenverkehr auf dem Bahnhofsberg und dürfte die Situation deutlich entspannen. "Im vergangenen Jahr gab es an der Stelle drei Fahrradunfälle. Alle wurden von Geisterradlern verursacht", so Helbig.

Die knallorangenen Geisterradler-Warnzeichen auf dem Radweg werden noch an zwei weiteren Stellen in Cottbus aufgesprüht: in der Straße der Jugend, Ecke Blechenstraße und direkt vor dem Technischen Rathaus in der Karl-Marx-Straße. "Die Aktion ist damit nicht beendet", versichert Manuel Helbig. "Jeder kann uns Hinweise zu Schwerpunkten geben."

Die Polizei wird mit der Fahrradstreife im Übrigen am Bahnhofsberg verstärkt auf Geisterradler achten. Für ein Bußgeld könnten dann 20 Euro fällig werden.