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| 02:33 Uhr

Ministerbesuch in Cottbus
Bahnhof kurz vor nächster Bauphase

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider auf Arbeitsbesuch in Cottbus: Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (r.) erklärt das Projekt.
Infrastrukturministerin Kathrin Schneider auf Arbeitsbesuch in Cottbus: Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (r.) erklärt das Projekt. FOTO: Kopalla
Cottbus. In drei Wochen geht der Umbau des Cottbuser Bahnhofs in die nächste Phase. Dann verwandelt sich der Vorplatz komplett in eine Baustelle. Die Munitionssucher haben bislang nur Anomalien im Untergrund entdeckt. Peggy Kompalla

Der Vorplatz am Cottbuser Bahnhof ist derzeit halb Baustelle - ohne Arbeiter - und halb Parkplatz. Das ändert sich am 1. September. Darüber informiert Baubürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD). Sie begleitet am Donnerstagvormittag die Brandenburger Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) auf ihrem Arbeitsbesuch in Cottbus, der sie auch zum Ufer des künftigen Ostsees führt.

Am Bahnhof geht es in drei Wochen in die nächste Phase. Dann wird laut Bürgermeisterin Tzschoppe der gesamte Vorplatz zum Baufeld. Damit müssen dann auch die Kurzzeitparkplätze, die Taxistände, die Bushaltestellen und die Fahrradständer verlegt werden. Parkplatz-Ersatz hat die Stadt im Norden des Bahnhofs areals am Ausgang des Spreewaldtunnels geschaffen. Weitere Stellplätze sollen bis Oktober auf der Westseite des Bahnhofs - also hinter dem Wasserturm - entstehen. Die Fahrradständer werden in Richtung Vetschauer Straße verlagert. Die Busse halten künftig auf der Westseite.

Im September werden die Munitionssucher ihre Untersuchungen fortsetzen - in dem Bereich, der derzeit noch öffentlich genutzt wird. Die Arbeiten im ersten Untersuchungsfeld - dem alten Langzeitparkplatz - haben sie abgeschlossen. Darüber informiert Gabriele Krümmel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. "Kampfmittel-Funde gibt es bisher keine", erklärt sie. Allerdings habe das beauftragte Unternehmen Anomalien im Untergrund ausgemacht. Das seien nicht definierte Körper im Erdreich. Erst nachdem diese eingehend untersucht wurden, kann endgültig Entwarnung gegeben werden. "Die Öffnungen der bisher festgestellten Anomalien werden zurzeit mit der Firma Rhöll und der Stadtverwaltung Cottbus abgestimmt", sagt Gabriele Krümmel.

Bis Mitte 2019 wird sich der einstige Bahnhofsvorplatz in einen echten Verkehrsknoten verwandeln. Die Straßenbahn wird vom Bahnhofsberg vorfahren, der Busbahnhof dorthin verlagert. Dieses Konzept hat auch in Potsdam überzeugt. Ministerin Schneider: "Es hat lange gedauert, das alles in ein Projekt zu packen. Dafür haben wir verschiedene Fördertöpfe gebündelt. Bahnhof und Vorplatz sollen wieder eine überzeugende Visitenkarte für die Stadt Cottbus werden. Wir wollen, dass mehr Fußgänger und Radfahrer den Bahnhof nutzen, deshalb muss er gut an den Nahverkehr angeschlossen sein."

Insgesamt fließen in den nächsten Jahren rund 18 Millionen Euro in den Ausbau des Verkehrsknotens und die Verlängerung des Personentunnels. Knapp zehn Millionen sind Fördergeld. Außerdem investiert die Deutsche Bahn rund 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnsteige. Auch hierfür fließt Fördergeld vom Land- 6,5 Millionen Euro.

Damit nicht genug: Ministerin Kathrin Schneider kündigt bei ihrem Cottbus-Besuch weitere Unterstützung an. "In den nächsten Jahren stehen wir vor Investitionen von rund 200 Millionen Euro", erklärt sie. Dahinter stecken demnach Projekte für den Stadtumbau und die "Entwicklungsachse zum Ostsee". Das Land unterstützt etwa den Städtebau-Wettbewerb für das künftige Hafenquartier mit 180 000 Euro.