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| 19:01 Uhr

Bahn verschiebt Umbau des Cottbuser Hauptbahnhofs

FOTO: Tub
Cottbus. Der Umbau des Cottbuser Hauptbahnhofs verzögert sich – und das sogar deutlich. Ursprünglich sollte noch in diesem Jahr damit begonnen werden, Bahnsteige anzuheben und Aufzüge einzubauen. Sven Hering

Doch dieser Zeitplan ist nach Auskunft von Bahn-Sprecher Gisbert Gahler nicht mehr aktuell. Stattdessen nennt Gahler das Jahr 2016 als neuen Starttermin. "Wir befinden uns gegenwärtig noch in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung und überprüfen dabei auch die entsprechenden Kosten, Maßnahmen und deren Finanzierung", erklärt Gahler. "Außerdem stimmen wir uns noch organisatorisch mit der Stadt wegen der angestrebten Personentunnelverlängerung auf der Nordseite ab." Der Umbau des Bahnhofs sei ein hochkomplexes Bauprojekt, wo vor allem die baubetrieblichen Abläufe und genehmigungsrelevanten Aspekte vertieft bewerten werden müssten.

Immerhin 23 Millionen Euro will die Bahn in Cottbus investieren. Bis 2015 sollten nach bisherigen Plänen die Bahnsteige 1 bis 6 barrierefrei sein, im Jahr 2016 sollten sich die Bahnsteige 7 bis 10 anschließen. Der gesamte Umbau sollte im Jahr 2017 abgeschlossen werden. Das wird nun nichts mehr.

Die Stadt zeigte sich von der Verschiebung überrascht. Bisher habe es noch keine Information der Bahn gegeben, erklärte Rathaussprecher Wieland Eschenburg. Die Stadt erhofft sich nun Aufklärung von einem für Mitte Mai anberaumten Spitzengespräch. Heftige Kritik gibt es vom Fahrgastverband ProTram. "Die Verzögerung ist schlimm", sagte Dieter Schuster. "Die Bedingungen gerade für ältere Fahrgäste sind eine Zumutung."

Unklar ist, wie lange der Spreewaldtunnel nun noch geöffnet bleibt. Die Bahn wollte diesen ursprünglich Ende 2014 schließen. Der neue Tunnel sollte von 2015 bis 2017 als Verlängerung des Personentunnels vom Bahnhofsgebäude gebaut werden.