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| 19:56 Uhr

Runder Tisch
Lärmschutz: OVG-Richter stützen Lkw-Fahrverbot auf der B 169

Die Lkw an der B169 bleiben ein Dauerthema.
Die Lkw an der B169 bleiben ein Dauerthema. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus/Berlin. Berufung des OSL-Kreises gegen Allmosen-Urteil des Cottbuser Verwaltungsgerichtes abgelehnt. Beim Runden Tisch in Klein Oßnig geht es um passiven Lärmschutz. 13 von 36 Betroffenen an der B169 sind an Schallschutzfenstern interessiert. Von Christian Taubert und Bodo Baumert

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat eine Berufung des Lärmschutz-Urteils des Cottbuser Verwaltungsgerichts zu Allmosen vom Mai 2017 abgelehnt. In der Begründung des Berufungszulassungsverfahrens, die der RUNDSCHAU vorliegt, folgt das OVG in vollem Umfang dem Cottbuser Urteil. Darin waren verkehrslenkende Maßnahmen für möglich erklärt worden.

Das heißt, auch eine Umleitung des Lkw-Verkehrs auf Autobahnen wird von den Richtern im Interesse des Lärmschutzes der Anwohner gestützt. Die B 169 wird täglich von rund 1400 Lkw befahren.

Unterdessen ging das Ringen um Lärmschutz für die Anwohner an der B 169 weiter. Beim Runden Tisch auf Initiative des Landtagsabgeordneten Wolfgang Roick (SPD) bekräftigte Ministerin Kathrin Schneider (SPD) am Montagabend das langfristige Ziel einer Ortsumfahrung für die betroffenen Orte. Bis dahin soll aber das Thema passiver Lärmschutz im Fokus bleiben.

Wie am Montagabend berichtet wurde, hat der Landesbetrieb Kontakt zu den Anwohnern aufgenommen. In Klein Oßnig vereinbarten daraufhin vier von 17 Familien einen Vor-Ort-Termin, bei dem geklärt werden soll, welche Schallschutzfenster im jeweiligen Objekt eingesetzt werden können. In Allmosen stimmten von 19 Betroffenen neun einem solchen Termin zu.

Gänzlich ferngeblieben ist – wie angekündigt – die Interessengemeinschaft B 169 dem zweiten Treffen. Sie war im Februar aus dem Dialog ausgestiegen und geht erneut in Widerspruch zu dem neuerlichen Bescheid des Spree-Neiße-Kreises. Darin werden verkehrslenkende Maßnahmen – wie ein Lkw-Fahrverbot und eine Umleitung auf die Autobahnen 13 und 15 – erneut abgelehnt. Ministerin Schneider bedauerte den Schritt der Interessengemeinschaft und warb dafür, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.