| 11:23 Uhr

Autodieb stürzt sechs Meter tief von A15

FOTO: (35670355)
Cottbus. Spektakuläres Ende einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn A 15: Auf der Flucht vor der Polizei stoppt ein Autokurier seinen gestohlenen Wagen und springt nahe der Anschlusstelle Cottbus Süd von der Brücke – sechs Meter tiefer bleibt er bewusstlos liegen. Bodo Baumert und Annett Igel

Am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr entdeckt eine Streife der Bundespolizei einen VW Touran und einen Audi A3 auf der Autobahn. Beide Fahrzeuge verlassen die A 15 an der Anschlussstelle Roggosen in Richtung B 97. Als sie den Streifenwagen hinter sich erkennen, wenden sie, fahren mit Vollgas zurück auf die Autobahn und flüchten in Richtung Berlin.

Die Polizei setzt nach. Etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Cottbus Süd, unmittelbar vor der Spreebrücke, stoppt der VW Touran abrupt auf dem Seitenstreifen, der Fahrer flüchtet.

Erst nach einiger Zeit findet die Polizei den Verdächtigen. Er liegt bewusstlos unterhalb der Spreebrücke. "Der 33-Jährige war etwa sechs Meter tief von der Autobahnbrücke gesprungen und wollte sich so der Festnahme entziehen", teilt die Bundespolizei am Dienstag mit. Dabei habe sich der Mann einen offenen Bruch am Fuß zugezogen. Den in Wittenberge gestohlenen Touran stellt die Polizei sicher, der Fahrer des A3 entkommt unerkannt.

Dass Autodiebe viel riskieren, beweist auch ein schwerer Bandendiebstahl, der am gestrigen Dienstag am Cottbuser Amtsgericht verhandelt wurde. Rund 250 Euro soll es einem 24-Jährigen aus dem niederschlesischen Lubin eingebracht haben, ein Auto nach Polen zu bringen. Mindestens neunmal gelang ihm das in vier Monaten.

Als ihn die Polizei bei der Überführung eines gestohlenen Audi am 2. April 2014 stellt, steht er so unter Drogen, dass er kaum reagieren kann. Zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft wurde er nun verurteilt.