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| 18:57 Uhr

Autobrandserie und Feuer am Klinikum noch immer ungeklärt

Albtraum für Autofahrer: Brandstiftung am Fahrzeug.
Albtraum für Autofahrer: Brandstiftung am Fahrzeug. FOTO: mih1
Cottbus. Vier Monate nach der Autobrandserie in der Spremberger Vorstadt und einem Feuer am Carl-Thiem-Klinikum sind der oder die Täter noch immer auf freiem Fuß. "Auf jeden Fall wissen wir inzwischen, dass es sich auch bei dem Feuer im Carl-Thiem-Klinikum eindeutig um Brandstiftung handelt", sagt Polizeisprecherin Ines Filohn zum aktuellen Ermittlungsstand. A. Hilscher

Klar sei auch, dass ein Zusammenhang zwischen den insgesamt zwölf angezündeten Autos und dem Brand im CTK besteht. Kripochef Marco Mette: "Die eigens erweiterte Ermittlungsgruppe Brand hat in den vergangenen Monaten intensiv alle Spuren ausgewertet, Bewegungsprofile erstellt, richterliche Genehmigungen eingeholt und mit großem Aufwand Gefahrenabwehr betrieben."

Auf Bilder der Videoüberwachung des Klinikums konnten die Fahnder leider nicht zurückgreifen - die Aufnahmen der Kameras werden schon nach 15 Minuten überspielt. Marco Mette: "Ärgerlich. Dieser Zeitraum ist viel zu kurz, um derartige Aufnahmen noch zur Aufklärung von Straftaten verwenden zu können."

Polizeisprecherin Ines Filohn ist dennoch zuversichtlich, dass die Brandstiftungen in der Spremberger Vorstadt aufgeklärt werden können. "Wir haben zahlreiche Zeugen vernommen und Hinweise gesammelt, die derzeit allerdings nicht für eine Anklage gegen einen möglichen Täter reichen." Die Ermittlungen ruhen daher momentan, werden aber beim Auftauchen neuer Spuren sofort wieder aufgenommen.

Die Brandserie hatte im September 2016 zunächst viele Anwohner, später dann auch die Patienten und Mitarbeiter des Thiem-Klinikums verängstigt. Zunächst hatte ein Unbekannter insgesamt zehn Fahrzeuge, darunter ein Wohnmobil, in Brand gesteckt, kurz darauf waren zwei weitere Pkw in der Leipziger Straße in Flammen aufgegangen. Zeitgleich hatte der Brandstifter im Keller des Klinikneubaus Feuer gelegt. Vorsorglich mussten damals mehrere Stationen - unter anderem mit Wöchnerinnen und Babys - evakuiert werden.