Ein Abend im Schloss Bellevue steht dem Dissener Bürgermeister Fred Kaiser am Donnerstag bevor. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Katja Hoffmann reist er zum Empfang des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der noch einmal alle Sieger des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ einlädt. Ein bisschen aufgeregt ist Fred Kaiser schon, wie er einräumt. Schließlich werde man nicht jeden Tag ins Schloss Bellevue eingeladen, begründet er. Für ihn ist die Veranstaltung vor allem aber auch ein „Achtungszeichen“ und „Wertschätzung“ für das, was in dem Dorf geschaffen wurde.

Knapp 1900 Dörfer aus ganz Deutschland hatten sich an dem Bundeswettbewerb im vergangenen Jahr beteiligt. Dissen schaffte es nicht nur bis ins Finale, sondern holte sich auch eine der insgesamt acht Goldmedaillen. Überreicht wurde sie von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bei der Grünen Woche Anfang des Jahres in Berlin.

Das sind Dissens Pläne für die Zukunft

Ausruhen auf dem Erfolg wollen sich die Dissener allerdings nicht. Erklärtes Ziel sei, dass das Storchendorf in die Riege der Städte mit historischem Stadtkern aufsteigt. Ein Konzept zur Gestaltung des Dorfkernes hat Prof. Heinz Nagler von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus erst kürzlich auf der Gemeindevertretersitzung in Dissen vorgestellt.

Der Bereich zwischen Feuerwehr und Museum habe seiner Ansicht nach das Potenzial für den künftigen Ortskern. Er empfiehlt, die in der Vergangenheit gepflanzten Koniferen und Nadelgehölze im öffentlichen Raum durch regionaltypische Obst- und Laubbäume zu ersetzen.

Dissen ist eins der schönsten Dörfer Deutschlands Dissen freut sich über Gold beim Bundeswettbewerb

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