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Ausstellung zum DDR-Grenzregime

Cottbus. In der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, dem heutigen Menschenrechtszentrum ist bis Ende Juli eine Ausstellung zu den Folgen des DDR-Grenzregimes zu sehen. Mit Dokumenten, Fotos und Zeitzeugeninterviews wird beschrieben, welche Folgen die deutsche Teilung und die Aufrüstung der DDR-Grenze für die Brandenburger hatten. sim

Die Schau war von der Landesbeauftragten zur Diktaturaufarbeitung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus im August 2011 entwickelt worden.

Der Kurator der Ausstellung, Rainer Potranz, verwies bei der Eröffnung am Montagabend darauf, dass es noch im August 1961 das erste Todesopfer durch Schüsse an der Mauer in Berlin gab. Wie viele Menschen insgesamt einen Fluchtversuch mit dem Leben bezahlten, sei noch nicht endgültig geklärt. In den in der Ausstellung gezeigten Schicksalen spiegele sich das damalige Grenzregime.

Die Ausstellung dient auch der Bildungsarbeit für ein Jugendprojekt des Menschenrechtszentrums. Heranwachsende werden sich in den kommenden Wochen regelmäßig treffen, um eine Idee besonderer Erlebnispädagogik umzusetzen. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt, so die Leiterin der Gedenkstätte, Sylvia Wähling, entstehe an dem Gebäude eine spezielle Kletterwand, an der das Klettererlebnis spielerisch mit der Wissensvermittlung über das Thema Flucht aus der DDR verknüpft wird. Fachlich betreut wird das Kletterprojekt von der Cottbuser Firma Brand Felsenbau, die mit ihrer Sachkunde auch die Sicherheit bei der Benutzung der Wand gewährleistet. Bei einem Freiheits- und Demokratiefest am 28. Juni soll die Wand eingeweiht werden.