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| 17:05 Uhr

Cottbus
Cottbus hat Besitzrecht an Ostseehafen-Grundstücken

Im Randschlauch des einstigen Tagebaus steht bereits Wasser. Das Bergbauunternehmen Leag ist ab Herbst bereit für die Flutung.
Im Randschlauch des einstigen Tagebaus steht bereits Wasser. Das Bergbauunternehmen Leag ist ab Herbst bereit für die Flutung. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Stadt und Leag unterzeichnen einen Ankaufsrechtsvertrag und legen damit die Grundlage für den Bau der Kaimauer. Von Peggy Kompalla

Die Stadt Cottbus und die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) haben am Dienstag einen Ankaufsrechtsvertrag für das geplante Hafenquartier am Ostsee unterzeichnet. Darüber informiert der Bergbaukonzern. Demnach hat mit der Unterschrift unter den Vertrag die Stadt bereits jetzt ein Besitzrecht an den Grundstücken erhalten, so dass sie im Sommer mit dem Bau der Kaimauer beginnen kann. Das Stadtparlament plant am 29. Mai eine Sondersitzung nur zum Thema Ostsee.

Nach Auskunft der Leag wird die Flutungsbereitschaft für den künstlichen See im Herbst hergestellt sein. Damit könnte theoretisch der Wasserhahn aufgedreht werden. Grünes Licht muss allerdings noch die Aufsichtsbehörde – das Landesbergamt – geben. Das steckt allerdings noch mitten im wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren. Im Mai wird es einen weiteren Anhörungstermin geben.

Die Stadt Cottbus beginnt in der Woche nach Ostern mit der Ausschreibung für die Arbeiten an der Kaimauer. Darüber informiert Stadtplaner Egbert Thiele. Demnach sind sowohl die Planung, als auch die Tiefenprüfung abgeschlossen. „Die Bauvorbereitungen sind großteils erledigt beziehungsweise kurz vor dem Abschluss.“ Zudem sei der Baudurchführungsvertrag mit dem Bergbauunternehmen endverhandelt, wie es der Stadtplaner formuliert.

Dank des Wettbewerbs für den Stadthafen verfüge die Stadt bereits über eine gute Grundlage für die Bauleitplanung. Diesbezüglich habe es bereits Gespräche mit den ersten Preisträgern gegeben. Die Hamburger Büros Fehlig & Moshfeghi Architekten und Gartenlabor Landschaftsarchitekten Bruns hatten die Jury mit ihren Ideen für die Strukturierung und Anbindung des künftigen Hafenareals überzeugt. Beide Büros haben ihr Interesse bekundet, an der weiteren Ostsee-Entwicklung mitzuwirken.

„Mit dem Inselrat und dem Ostseemanagement hat es einen Termin zum Marketing gegeben“, berichtet Egbert Thiele. „Es soll geprüft werden, inwieweit der Ostsee mit der Stadtmarke verbunden werden kann.“