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Ausdauer und viel Geschick

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Prominenter Besuch in Cottbus: Der Vizepräsident der Europäischen Senioren Union (ESU) und Präsident der Senioren Union Polens, Janusz Marszalek, war vor wenigen Tagen im Menschenrechtszentrum zu Gast. Begleitet wurde er vom Vorsitzenden der Senioren Union der CDU Cottbus, Armin-Dieter Ehrlichmann. red/sh pk ue

Die Cottbuser Vereinigung unterstützt schon länger das Projekt "Friedenszentrum" der polnischen Seniorenorganisation in Oswiecim (Auschwitz). Im Gespräch mit der Geschäftsführenden Vorsitzenden des Vereins, Sylvia Wähling, und Christoph Polster als Mitglied des Vorstandes des Menschenrechtszentrums, sollten Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erörtert werden. Weitere Gespäche sollen schon bald folgen.

Über eine Spende von 1000 Euro kann sich der Ambulante Kinderhospizdienst der Johanniter freuen. Das Geld stammt aus Aktionen des Adler Modemarktes wie dem Bücherbasar und dem weihnachtlichen Einpack-Service und wurde von Geschäftsleiterin Christine Karran überreicht. Stellvertretend nahm Dana Horschig, Pflegedienstleiterin der Ambulanten Kinderkrankenpflege der Johanniter, das Geld in Empfang. Es ist dafür gedacht, schwerstkranken Kindern und ihren Familien in Cottbus und Umgebung zu helfen. Schon viele Jahre unterstützt der Modemarkt den Ambulanten Kinderhospizdienst der Johanniter.

Vom Winde verweht wurde die geplante Veranstaltung "Cottbus zeigt Flagge - Landesfahne in XXL" in dieser Woche vor der Stadthalle. Die Charity-Aktion von BB-Radio musste wegen des Wetters abgesagt werden, so Kerstin Stooff vom Radiosender. Selbstverständlich werde die Jugendfeuerwehr Cottbus die versprochenen 500 Euro erhalten, ergänzt sie.

Nach Berlin zog es Jugendliche der Cottbuser Pestalozzi-Schule im Rahmen einer Projektfahrt. Sie konnten bei einem Stadtrundgang die Lebendigkeit und den Multikulturalismus von Berlin erleben, sagt Schulsozialarbeiterin Peggy Täubner. In einem Jugendtheater wurde mit der Aufführung "främmt" eine leidenschaftliche Geschichte über Fremdsein, Freundschaft und das Recht auf ein gutes Leben erzählt. Beeindruckt waren die Schüler auch von einer Ausstellung, in der Migranten in einer "Villa Global" ihr persönliches Zimmer einrichteten und jeder Besucher erfahren konnte, wie die verschiedenen Kulturen nun in Deutschland leben. Bei einem Abendbesuch des Musicals "Hinterm Horizont" wurde das Thema "Flucht" stärker beleuchtet. Abgerundet wurde die Projektfahrt durch einen interaktiven Workshop, der die globalen Verhältnisse von Vertreibung, Flucht und Migration aufzeigte und half, die Frage nach den tatsächlichen Ursachen dafür zu beantworten. Die Projektfahrt wurde durch die Amadeus-Stiftung und die Stiftung Lausitzer Braunkohle finanziell ermöglicht und durch die Schulsozialarbeit der Stadt Cottbus unterstützt.

Eine Gesundheitswoche für Senioren wird gegenwärtig in der Paulinen-Wohnanlage in Cottbus vorbereitet. "Einmal jährlich wollen wir alle Senioren und ihre Angehörigen zu verschiedenen Themen informieren und sie auffordern, selbst aktiv zu werden", sagt Ines Wuttke vom Management der Einrichtung. Ältere Menschen sollten sehen, dass sie nur kleine Schritte gehen müssen, um gesünder zu leben. Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern organisiert die Seniorenwohnanlage in der Spremberger Vorstadt, Thiemstraße 71, diese Gesundheitswoche in der Zeit vom 20. bis 24. April.

Da sage noch einer, die Linke verstünde nichts von Geschäften. Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold hat jetzt eine Aktie an Cottbus. Besser gesagt: An der Parkeisenbahn. Nach der Rundfahrt zur Saisoneröffnung am Mittwoch zückte der Politiker 100 Euro und erhielt dafür das Wertpapier. Damit ist der Reparaturfonds für Graf Arnim auf 40 100 Euro angewachsen. Doch bis zum Ziel ist es noch ein weiter Weg - gepflastert von vielen Aktien. Denn für die Generalüberholung der 120 Jahre alten Lokomotive werden 250 000 Euro benötigt.

Sie hat das, was man einen grünen Daumen nennt. Barbara Perrasch hat die kräftige Strelitzie, die im Stadtteilmuseum Gallinchen steht, zum Blühen gebracht. Wieviel Ausdauer und Geschick dazu nötig waren, zeigt sich an der Vorgeschichte. Im Jahr 2000 hat die Tochter der Gallinchenerin ein Samentütchen mit einem einzigen Korn von einem Lanzarote-Urlaub mit gebracht. "Ich habe sieben Monate gewartet, bis sich der erste Keim gezeigt hat", erinnert sich Barbara Perrasch. Seit fünf Jahren schmückt die Pflanze das Museum und hat wohl jetzt dort den idealen Standort. Die Freude am Gärtnern teilt die 70-Jährige mit ihrem Lebensgefährten, dem Museumsleiter Herbert Lehmann. Der hat Pampelmusenbäume aus Kernen gezogen, deren Blüten im Hof jedes Frühjahr ihren Duft verbreiten.