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Ausbildungsmesse
„Ins Gedächtnis einpflanzen ...“

Nicht nur am Stand des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums war der Andrang bei der Jobbörse in Peitz groß. Viele der Schüler hatten schon mehr oder weniger genaue Vorstellungen davon, wie ihre Zukunft aussehen soll.
Nicht nur am Stand des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums war der Andrang bei der Jobbörse in Peitz groß. Viele der Schüler hatten schon mehr oder weniger genaue Vorstellungen davon, wie ihre Zukunft aussehen soll. FOTO: Marion Hirche
Peitz. 14 Unternehmen stellen sich bei Peitzer Ausbildungsmesse in der Oberschule vor. Von Marion Hirche

Zum siebten Mal fand am Sonnabend  die Ausbildungsmesse in der Oberschule „Peitzer Land“ statt. Insgesamt 14 Unternehmen aus Peitz und der Region warben um Lehrlinge. Die Schüler nahmen das Angebot  gern an. Für die Neuntklässler war es der Höhepunkt der vorangegangenen Berufsorientierungswoche.  

„Die Schüler wurden von uns aufgefordert zu kommen, die Eltern haben wir mit eingeladen. Natürlich ist es immer ein toller Moment, wenn die Mädchen und Jungen dann hier ehemalige Mitschüler, die jetzt lernen, treffen. Da kommt das alles viel authentischer rüber“, betonte Schulleiterin Marlies During am Sonnabend.  

Bei der Veranstaltung, die von der Agentur für Arbeit, dem Amt Peitz, dem Wirtschaftsrat Peitz und der Schule organisiert wurde, war auch die EMIS Electrics GmbH aus Lübbenau vertreten.

Hier hat sich Lewin Poredda für die Ausbildung als IT-System-Elektroniker interessiert. Zusammen mit seinem Freund Lukas schauten die beiden auch am Stand der Leag vorbei und erfuhr viel über die Ausbildung zum Mechatroniker. „Jetzt ist mein Kopf voll, aber es waren interessante Angebote dabei. Da fällt die Entscheidung gar nicht so leicht“, sagte Lewin Poredda. Begeistert von den Möglichkeiten bei der Biella-Falken GmbH war Antonia Fieber: „Ich habe erfahren, dass ich hier Industriekauffrau werden kann. Mir gefällt der Beruf, da habe ich was mit Computer und mit Menschen zu tun“, sagte die Neuntklässlerin.

Ihre Mutter Kathrin hatte noch ein besonderes Anliegen an die Biella-Personalreferentin Elisabeth Schenk: „Ich bin Kindergärtnerin und wir bekommen immer von Ihnen Bastelmaterial gespendet. Das ist eine riesige Hilfe.“ 

In Peitz freuten sich auch  Azubi Sophie Geike und Personalreferentin Marion Bartel von Spreegas-Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH über zahlreiche neugierige Besucher an ihrem Stand. „Viele wussten nicht, dass wir ausbilden. Wir sind zum ersten Mal hier auf der Ausbildungsmesse. Es ist wichtig, ins Gedächtnis einzupflanzen, dass man bei uns lernen kann. Das ist heute gelungen“, betonte Marion Bartel.

Tom Karweina und Lorenz Paulick konnten Fragenden  von einer guten Zukunft berichten: „Wenn wir im Februar hier bei der KSC Kraftwerks-Service Anlagenbau GmbH ausgelernt haben, dann sind wir Industriemechaniker und haben unseren Arbeitsplatz sicher.“ „Wir stellen immer nur so viele Lehrlinge ein, wie wir auch übernehmen können“, konnte ihr Ausbildungsleiter Marco Scheibel berichten.  

Josephine Jacobi aus Peitz kam mit ihrer Schwester Sophie zur Messe. Sie erkundigten sich am Stand vom Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum nach Pflegeberufen und wurden von  Daniela Tschuck von der Medizinischen Schule aufgeklärt. „Ich bin erst in der achten Klasse, wollte mich aber schon mal grob orientieren“, begründete Josephine ihr Kommen.  

Marvin Soydt fand die Angebote von  der Bilfinger Babcock Kraftwerksservice GmbH und von Biella–Falken sehr interessant. Sein Freund Tim Roschke ist einer der Wenigen, der sich in der Berufswahl schon festlegten: „Ich will Koch werden. Das kann ich auch bei meinem Vater.“

Amtsdirektorin Elvira Hölzner ließ es sich nicht nehmen und  war am Stand ihrer Verwaltung vertreten: „Das ist eine gute Initiative, die ich gern unterstütze. Wir haben uns auch mit einer informativen Mappe auf die Messe vorbereitet.“

Schulleiterin Marlies During war sich am Sonnabendmittag sicher: „Die Veranstaltung hat Nachhaltigkeit. Spätestens, wenn am Tag der offenen Tür der Schule am 13. Januar die ehemaligen Schüler und jetzigen Azubis in die Schule kommen, dann wird wieder über das Thema Lernen und Arbeiten in der Region gesprochen, denn das ist dann genau die Zeit, in der sich Schüler der zehnten Klasse bewerben“.