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| 18:03 Uhr

Drebkau
Drebkauer „Dschungelcamp“ soll wieder Park werden

Eine alte Schlossparkansicht, als das Leben hier noch pulsierte.
Eine alte Schlossparkansicht, als das Leben hier noch pulsierte. FOTO: privat
Drebkau. Neuer Schloss- und Schlossparkverein soll noch im März gegründet werden. Von Marion Hirche

Drebkau soll schöner werden. Das meinte auch das Drebkauer Prinzenpaar der vergangenen Karnevalssession. Sie mahnten an, dass der frühere Schlosspark jetzt einem Dschungelcampareal gleicht. Das soll sich ändern, so planen es interessierte Bewohner der gesamten Stadt Drebkau, und das schon seit längerem. „Ich habe hier als Schüler noch Parkrunden gedreht. Hier gab es einen Rundweg mit Holzbohlen, da sind wir gerannt. Aber die Holzbohlen wurden immer schlechter. Die Wiese, auf der wir Fußball gespielt haben, verwilderte“, erklärt der 23-jährige Julian Brüning. Seit mehr als zehn Jahren wurde an dem einst schönen Drebkauer Schlosspark nichts mehr gemacht.  Die Gräben wurden nicht mehr gepflegt, ockerfarbene Rinnsale schlängeln sich hauchdünn durch die einstigen Gräben, die auch die Schlossteiche mit Wasser versorgt haben. Natürlich sind auch die hier einst vorhandenen Bänke längst verschwunden. Der noch stehende Wald gleicht einem Dschungel. „Wir wollen diesen Park wieder begehbar machen. Das könnte dann ein wunderschönes Areal zum Entspannen für alle werden. Die zukünftigen  Schlossherrn, die Drebkauer Verwaltung, könnten ihre Mittagspause hier verbringen, für die Schüler der Schule wäre Unterricht im Grünen möglich“, betont Paul Köhne, Mitinitiator des künftigen Vereins, der am 21. März gegründet werden soll. Aus seiner Arbeit als Stadtverordnetenvorsteher weiß Paul Köhne, dass die Arbeiten am Schloss dieses Jahr weiter gehen werden. Inzwischen gehören der Stadt die Grundstücke zwischen der Kirche und dem Schloss. Das Geld für den Abriss der Gebäude zwischen diesen beiden markanten Punkten ist im Haushaltsplan eingestellt. Auch mit den Arbeiten am und vor allem im Schloss soll es weitergehen, sodass das Drebkauer Schloss doch noch die Chance hat  vor dem BER mit Leben erfüllt zu sein.

„Mein Opa  hat mir von dem Park immer vorgeschwärmt. In seiner Jugendzeit  hat man sich hier getroffen, ist mit der Liebsten spazieren gegangen. Deshalb würde ich es schön finden, wenn dieser Park wieder in Ordnung kommt“, sagt der junge Drebkauer Julian Brüning und hat sich bereit erklärt,  diesen Verein, der dem 10-Hektar-Gelände zu Leibe rücken will, beizutreten. „Mit dem Verein haben wir dann die Möglichkeit, Fördergelder zu beantragen, vielleicht lässt sich ja auch eine Kooperation machen, denn in unserer Partnergemeinde Cerwinsk in Polen wird auch gerade ein neuer Park geschaffen. Außerdem können wir uns um Sponsoren kümmern“, sagt Paul Köhne.