(jje) Einer Kooperation zwischen polnischen und deutschen Rettungsdiensten steht immer weniger im Weg. Einer entsprechenden Beschlussvorlage zur Kooperationsvereinbarung stimmte der Rechtsausschuss der Stadt Cottbus ohne große Diskussionen zu.

„Schon lange überfällig“, nennt Ausschussmitglied Wolfgang Bialas (CDU) den Beschluss, demnach Rettungsdienste aus beiden Ländern in Notfällen grenzüberschreitend arbeiten dürfen. „Erst kürzlich hat es wieder einen Fall gegeben, bei dem die Leitstelle Lausitz in einer Grauzone entschied, einzugreifen, weil es rechtlich nicht ganz eindeutig geregelt war“, erklärt auch Leitstellen-Chef Ingolf Zellmann. Das soll sich in Zukunft ändern.

„Rettungseinsätze umfassen die Annahme der Anforderung, die Entsendung eines Rettungsteams zum Einsatzort, die Durchführung von Rettungsmaßnahmen und den Transport von Notfallpatienten zu einer geeigneten medizinischen Versorgungseinrichtung“, heißt es in der Kooperationsvereinbarung.

Zellmann stellte zudem den Haushalt der Feuerwehr für das Jahr 2020 vor. Von mehr als zehn Millionen Euro Aufwendungen fließen demnach fast acht Millionen Euro in Personalkosten. In Bezug auf die Leitstelle Lausitz decken sich Erträge und Aufwendungen mit etwa 5,6 Millionen Euro beinahe. 2020 sollen in der Leitstelle allerdings fast zwei Millionen Euro mehr ausgegeben werden.