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"Augen auf bei der Wohnungswahl"

Leserbrief. Renate Brinke aus Cottbus äußert sich zur jüngsten Veröffentlichung zum Thema Bolzplatz "Debatte über Bolzplatz in Ströbitz geht in die nächste Runde" (RUNDSCHAU vom 12. Oktober): (…) Wir wohnen zwar in Sachsendorf, aber das Problem gibt es ja überall.

Diesen Platz gab es wohl schon, bevor am Brunschwig neu gebaut wurde. Dazu kann ich nur sagen: Augen auf bei der Wohnungswahl. Man sollte sich vielleicht einmal das Wohnumfeld vor dem Umzug ansehen - auch zu Zeiten, wo keine "Sonntagsruhe" herrscht, sondern wenn das Leben pulsiert. Das ist das Gleiche, als wenn jemand an eine Hauptstraße zieht und sich dann über Straßenlärm beschwert. Im vorliegenden Fall wäre vielleicht wirklich eine Änderung des Zaunes eine gute Lösung. Ich bin zwar schon älter, aber früher hätte ich auch Freude an dem Geschepper der Stahlrohre gehabt. Aber nun zu fordern: Bolzplätze gehören nicht ins Wohngebiet - wie weltfremd ist denn der Herr Brotzmann? Wo sollen die denn sonst hin? Irgend wo weitab, wo kein Kind zu Fuß hinkommt? Mutti kann ja aufhören zu arbeiten und mit den Kindern kilometerweit zum Bolzen fahren. Dass man überlegen kann, solche Anlagen nicht unbedingt direkt zwischen die Wohnhäuser zu bauen, ist wohl richtig - aber doch nicht ganz verbannen.Wir sollten doch froh sein, wenn sich unsere Kinder draußen bewegen.

Also, einfacher Vorschlag: neue Zäune und im Winter wird um 19 Uhr und im Sommer um 21 Uhr zugeschlossen und früh um 7 Uhr wieder auf. Dann ist jedem geholfen und auch die Kindergartenkinder können dort wieder spielen