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| 16:36 Uhr

Cottbus
Aufstiegsspiele als Testlauf für die WM

Der Biergarten der Freizeitoase am Amtsteich ist fußballerfahren. Dort wird am Donnerstag wieder eine große LED-Leinwand aufgestellt, wie zur Fußball-WM im Jahr 2014. Die Aufstiegsspiele von Energie werden damit zum Testlauf für die diesjährige WM, die im Juni beginnt.
Der Biergarten der Freizeitoase am Amtsteich ist fußballerfahren. Dort wird am Donnerstag wieder eine große LED-Leinwand aufgestellt, wie zur Fußball-WM im Jahr 2014. Die Aufstiegsspiele von Energie werden damit zum Testlauf für die diesjährige WM, die im Juni beginnt. FOTO: Michael Helbig / Michael Helbig/mih1
Cottbus. Cottbus jubelt sich schon mal warm: Die beiden Aufstiegsspiele werden vielerorts übertragen. Sonntag werden allerdings die Parkplätze knapp. Deshalb macht Cottbusverkehr an seine Fahrgäste ein Geschenk.

Nach dem Pokalfinale ist vor den Aufstiegsspielen: Für den FC Energie wird diese Woche ein Kraftakt, und ganz Cottbus fiebert mit. Das geht schon am Donnerstag beim Auswärtsspiel los und wird sich am Sonntag fortsetzen. Das Stadion ist mit rund 20000 Plätzen ausverkauft. Nicht jeder Fan konnte eine Karte ergattern. Viele Gastronomen in der Stadt liefern deshalb Abhilfe und übertragen beide Spiele auf große Bildschirme. Für sie ist das ein kleiner Testlauf für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli.

Aber auch der Fußballclub selbst ist am Donnerstag in Cottbus dabei und spannt eine 21 Quadratmeter große Leinwand hinter der Westtribüne auf. Quasi zum Warmjubeln für Sonntag. Vereinssprecher Stefan Scharfenberg sagt: „Bis zu 3500 Fans haben da locker Platz. Dann kommt auch fast Stadionstimmung auf.“ Dazu gibt es Bier und Bratwurst – eben das fast komplette Stadion-Angebot. Allerdings kostet das auch Eintritt. Vier Euro pro Person. Der Ertrag soll dem FCE-Nachwuchs zugute kommen. Anpfiff ist um 19 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr.

Die Gastronomen erweisen sich selbst als Energie-Fans mit großen Herzen für ihren Club. Strandpromenade-Chefin Andrea Hegemer freut sich auf die Fußballgäste. Passend dazu wird der Grill angeworfen. „Während der Spiele gibt es Gegrilltes und Pizza.“ Für das Brau und Bistro am Altmarkt ist es Ehrensache, die Aufstiegsspiele zu übertragen, versichert Inhaberin Petra Meyer. „Wir haben eine Leinwand und draußen stellen wir große Fernseher auf“, sagt sie. Der Biergarten der Freizeitoase am Amtsteich ist ein fester Fußball-(Schau)-Platz. Dort wird eine LED-Leinwand aufgebaut und beide Spiele übertragen. Chef Jürgen Siewer erinnert: „Es werden keine Reservierungen angenommen. Rechtzeitiges Kommen, sichert gute Plätze.“

Das gilt am Sonntag auch für die Parkplätze rund ums Stadion. Die Cottbuser Messegesellschaft CMT stellt dafür 1295 Stellplätze zur Verfügung – an der Parzellenstraße, am Sandower Dreieck und am Tierpark. Darüber hinaus werden die Parkplätze am Messegelände für das Spiel extra geöffnet, erklärt CMT-Chefin Daniela Kerzel. Auf allen Parkplätzen wird eine Gebühr von drei Euro pro Pkw fällig. Angesichts des zeitgleich stattfindenden Gartenfestivals im Branitzer Park, empfiehlt Daniela Kerzel für die Gartenfreunde am Sonntag gleich direkt den Parkplatz an der Gutsökonomie anzusteuern.

Cottbusverkehr macht allen Energie-Fans am Sonntag ein Geschenk. Für das Aufstiegsspiel gelten ausnahmsweise die Eintrittskarten auch als Fahrausweis für die Hin- und Rückfahrt zum und vom Stadion. Das Ticket ist auf allen Linien des Cottbuser Stadtverkehrs für Bus und Bahn zwischen 10 und 18 Uhr gültig. Cottbusverkehr-Chef Ralf Thalmann sagt dazu: „Wie alle in der Region, hoffen auch wir, dass unser FCE die großartige Saison am Sonntag mit dem Aufstieg in die dritte Liga krönen wird. Um unseren Teil zu einer entspannten An- und Abreise der Fans zum Spiel des Jahres beizutragen, haben wir uns zu dieser einmaligen Aktion entschieden.“ Damit sei der Vermerk auf den Karten „Gilt nicht für den ÖPNV“ an diesem Sonntag hinfällig.

Mit dem Energie-Straßenbahn-Bus-Ticket in der Tasche empfiehlt es sich deshalb auch angesichts der beschränkten Parkplätze rund ums Stadion, von außerhalb gleich die größeren Parkplätze an den Straßenbahnhaltestellen anzusteuern. Dazu gehören: die Stellplätze an der Lipezker Straße hinter der Jet-Tankstelle, die Wendeschleife Hufelandstraße, das TKC oder die Lagune. Stadtsprecher Jan Gloßmann prophezeit: „Es wird Einschränkungen rund ums Stadion geben.“ Allerdings sei bislang noch unklar, wie diese ausfallen. „Es laufen die Abstimmungen mit dem Verein, der Polizei und der Stadt.“ So bleibe etwa offen, ob der Stadtring am Sonntag zeitweise gesperrt wird. Das hänge von dem Spielergebnis am Donnerstag ab und der Anzahl der Gäste-Fans aus dem hohen Norden, die sich am Sonntag auf den Weg in die Lausitz aufmachen. Darüber hinaus werde das Ordnungsamt in den Wohngebieten rund ums Stadion im Einsatz sein.

Das Stadion der Freundschaft öffnet am Sonntag um 11.30 Uhr seine Tore. Der Stadtsprecher warnt: „Es wird keinen verspäteten Anpfiff geben, weil noch nicht alle auf ihren Plätzen angekommen sind. Bei dem Spiel ist alles eine Nummer größer. Wartezeiten werden sich nicht vermeiden lassen.“ Am Sonntag wird es darüber hinaus keinen Ticketverkauf am Stadion geben. „Selbst wenn es Lücken im Gästeblock gibt“, erklärt Gloßmann. Wer also keine Karte ergattern konnte, sollte sich gleich eine Alternative suchen.

Polizeisprecher Torsten Wendt gibt sich als ausgesprochener Fußballfan zu erkennen. „Die Leute sollen Feiern können“, sagt er und wünscht sich ein friedliches Fußballfest. „Cottbus ist als Sport- und Fußballstadt erprobt.“ Deshalb, da zeigt er sich sicher, werde sie auch mit dem Besucher-Andrang am Sonntag klarkommen.

Rappelvoll wie beim Spiel gegen Dynamo Dresden vor ein paar Jahren wird es am Sonntag auf den Parkplätzen rund ums Stadion.
Rappelvoll wie beim Spiel gegen Dynamo Dresden vor ein paar Jahren wird es am Sonntag auf den Parkplätzen rund ums Stadion. FOTO: Michael Helbig