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| 01:10 Uhr

Aufregende Weihnachtsbescherung

Wenn auch nichts mehr so richtig sicher scheint in diesen Zeiten, eines bleibt gewiss: Weihnachten kommt. Genauso fester Bestandteil der Adventszeit ist seit Jahren die Weihnachtsinszenierung des Cottbuser Kindermusicals. In diesem Jahr präsentiert das Ensemble das Stück „Aufruhr im Wichtelland“ . Von Bernd Schlue

„Starletchen...“ ruft Polarius noch versonnen seiner angebeteten Sternschnuppe hinterher und ist plötzlich ganz allein auf der großen Bühne. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, die tückischen Pläne der Schneekönigin zu durchkreuzen? Die plant nämlich, das gesamte Weihnachtsland mit ihrem eisigen Hauch kaltzustellen und die Macht über Wichtel, Trolle, Schnuppen und sogar den Weihnachtsmann an sich zu reißen. Aber da hat sie wohl die Rechnung ohne all die guten Geister gemacht, die sich trotz einiger Streitigkeiten über die laufende Geschenkproduktion letztlich doch gegen die Herrscherin zusammenrappeln.
Wieder einmal ist es den Machern des Cottbuser Kindermusicals gelungen, eine ebenso poppige wie verzaubernde Story auf die Bretter zu bringen. Der Spaß bei den Proben zu „Aufruhr im Wichtelland“ ist den Mitwirkenden trotz aller Konzentration deutlich anzumerken. Noch sind die Kostüme ungewohnt, sitzt nicht jeder Einsatz, gibt es letzte Textpatzer. Probenalltag eben und überhaupt kein Grund, in Hektik zu verfallen. Regisseurin Andrea Kulka hat die Situation voll im Griff. „Den letzten Satz noch mal und etwas lauter. Und hinter Bühne bitte Ruhe, wenn vorn gesprochen wird!“ Freundlich, aber bestimmt gibt sie ihre Anweisungen und strahlt dabei immer eine gewisse Gelassenheit aus. Nur wenn jemand seinen Text nicht gelernt hat, wird sie ungemütlich. Nach „Hexenzauber“ , „Lilly, die Knutschmaus“ und der Weihnachtsgeschichte vom Vorjahr ist es bereits die vierte Regiearbeit der Schauspielerin und Kabarettistin für das Kindermusical. Die Grundidee zu „Aufruhr im Wichtelland“ stammt von Torsten Karow. Der Künstlerische Leiter und Nachfolger von Ulrich Werner zeichnet schon seit Jahren für die Kompositionen der Stücke verantwortlich. Die Arrangements liefern Cottbuser Musiker wie Detlef Bielke, Lutz Jank und Siegbert Himpel. Karow schätzt die gute Zusammenarbeit aller: „Es ist schon eine gewaltige Aufgabe, schließlich laufen bei mir alle Fäden zusammen. Doch im Grunde ist es eine große Teamarbeit zwischen Regie, Choreografie und Leiter.“
Drei Choreografinnen arbeiten mit den Kindern, die Proben für das aktuelle Stück laufen seit den Herbstferien. Neben tänzerischem ist auch gesangliches Talent gefragt: Nur die Chorstücke laufen mit Playback-Unterstützung, alle Solisten singen live und sind direkt mit der Regie verkabelt.
Schön sei auch das gute Zusammenspiel zwischen den Großen und Kleinen im Ensemble, meint Gundula Witte vom Management. „Das kommt von ganz allein“ , schwärmt sie, „weil die Großen genau wissen, dass sie auch mal klein angefangen haben.“ Und alle sind sie mit offensichtlicher Tanz-, Spiel- und Sangesfreude bei der Sache. Andrea Kulka zollt dem Können der Kinder größten Respekt. "Und es ist schön zu sehen, wie sich bei ihnen der Spaß am Spielen entwickelt. Ich hoffe, dass sich dieser Spaß dann auch auf das Publikum überträgt."

Service Weihnachtsmärchen in guter Tradition
 Die Weihnmachtsmärchen beim Cottbuser Kindermusical gibt es bereits seit 1990. Mit „Aufruhr im Wichtelland“ präsentiert das Kindermusical das erste in sich geschlossene Stück. Alle Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Kleiner Trost: Das Märchen soll im nächsten Jahr noch einmal vor größerem Publikum in der Stadthalle Cottbus laufen.